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Wärmepumpe mit Erdwärme: Unter der Oberfläche wird Energie gezapft.

Sole-/Wasser-Wärmepumpe Kollektor

Erdwärme zum Heizen gibt's nicht nur in der Tiefe. Nahe der Erdoberfläche zapfen Rohre die Wärme.

Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Kollektor macht die große Fläche die mangelnde Tiefe im Erdreich wieder wett. Das Rohrsystem wird 80-120 cm unter der Erdoberfläche horizontal verlegt. Der Wirkungsgrad solcher Anlagen ist wesentlich höher als der von Luft-Wasser-WP und nur leicht geringer als der von WP mit Erdsonden.

 

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Erdwärmekollektoren benötigen unbebaute Fläche.

Erdwärme-Funktion

Bei Wärmepumpen Erdwärme mit Kollektor zirkuliert unterirdisch die "Sole". Das Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel nimmt Bodenwärme auf. Über einen Wärmetauscher gelangt diese in die Wärmepumpe, die die Temperatur mechanisch nocheinmal erhöht. Die Wärme wird in den Wasserkreislauf der Heizung übertragen.

Tipps

  • Erdwärmekollektoren mit "Direktverdampfung" sind das effizientere, einfachere Modell mit Rohren aus Kupfer. Darin zirkuliert keine Sole, sondern ein Kältemittel, das bereits beim Kontakt mit der Bodenwärme verdampft - was sonst erst im Inneren der Kältemittel-Wärmepumpe passiert. Die Wärmepumpe gibt den heißen Dampf direkt an den Heizkreislauf ab - ohne zusätzlichen Wärmetauscher und Umwälzpumpe.
  • Erkundigen Sie sich, für wie viele Jahresstunden Wärmeentnahme Ihre Anlage ausgelegt ist. Bei mehr als 1.800 Stunden könnte der umgebende Boden vereisen und die Jahresarbeitszahl deutlich abfallen. Dasselbe passiert bei zu geringer Dimensionierung.
  • Sie haben ein Recht auf Effizienz! Schließen Sie mit Ihrem Heizungsbauer einen Vertrag über die Mindest-Jahresarbeitszahl ab!
  • Für die Effizienz der Anlage ist eine Rohrnetzberechnung nötig. Ohne sie werden Solepumpen häufig zu groß ausgelegt und verbrauchen unnötig viel Strom.
  • Ein hydraulischer Abgleich gewährt, dass die Kollektorfelder gleichmäßig von der Sole durchströmt werden.

Kollektor-Leistung

Je nach Bodenart ist die Leistung der Kollektoren sehr unterschiedlich. Trockene Böden erwirtschaften ca. 10 Watt/m², feuchte Böden sogar bis zu 40 Watt/m². Nach der Faustregel ist die Gesamtfläche des Erdkollektors mindestens genauso, oft aber bis zweimal so groß wie die zu beheizenden Wohnfläche. Faktoren wie Kollektortyp, Temperaturdifferenz zur Heizung und andere Betriebsbedingungen bestimmen die Leistung mit. Generell arbeiten Wärmepumpen mit Erdwärme aber relativ effizient (Jahresarbeitszahl von bis zu 4).



Vorteile

  • Niedrige Betriebskosten
  • Guter Wirkungsgrad
  • Keine Zusatzheizung notwendig
  • Kombination mit Solarthermie möglich
  • Nahezu wartungsfrei

 

Nachteile

  • Relativ teure Anschaffung u. Installation
  • Bodengutachten nötig
  • Abhängigkeit von Bodenqualität
  • Große unbebaute Grundstückfläche nötig
  • Anzeigepflicht bei der Gemeinde 
  • Pflichtabstand zu Wasserleitungen wegen Frostgefahr durch Wärmeentzug

Tipps

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