KfW 100 ist der Standard, der bei Altbau-Sanierungen gefördert wird

KfW Effizienzhaus 100

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100% Neubauniveau: KfW Effizienzhaus 100.

Verwandeln Sie Ihren Alt- oder Neubau in ein zukunftsfähiges Energiesparhaus!

Für Häuser mit geringem Energiebedarf hat die KfW den Begriff Effizienzhaus eingeführt. Das Qualitätssiegel steht für geringen CO2-Ausstoß und effiziente Heizung. Alle aktuellen Neu­bauten haben mindestens den Effizienzhaus-100-Standard.

Heizung und Warmwasser: Neue Technik

Effizienzhäuser sehen genau so aus wie herkömmliche Gebäude, aber unter dem Putz sind sie ganz anders: Wände, Bodenplatte und Dach sind gedämmt, das Haus ist luftdicht. Typischerweise werden Abluft und Frischluft über eine zentrale Lüftungsanlage ausgetauscht, die die Heizwärme im inneren des Hauses hält. Geheizt wird meistens mit einer Kombination aus Gas-Brennwertkessel und Solarthermie. Gängige Alternativen für die Heiz- und Brauchwasser-Erwärmung sind Pellet-Holzheizungen oder Wärmepumpen. Das zentral und günstig aufgeheizte Wasser wird außerdem in Spül- und Waschmaschine geleitet, damit dort keine elektrische Energie mehr verbraucht werden muss.

Effizienzhaus 100 als KfW-Förderstufe

Damit Altbauten künftig weniger Energie verschlucken, fördert die KfW energieeffiziente Sanierungen. Soll das Gebäude danach energetisch auf Neubauniveau sein, gelten die Bedingungen der Förderstufe "KfW-Effizienzhaus 100".

  • Maximaler Jahresprimärenergiebedarf: 100 kWh/m2
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Typische Sanierungsmaßnahmen sind Photovoltaikanlagen, Dämmung der Gebäudehülle, Modernisierung der Heizung, Austausch von Fenstern und Außentüren.

KfW-Konditionen "Effizienzhaus 100"

  • Investitionszuschuss: 17,5 % der förderfähigen Kosten, max. 17.500 € je Wohneinheit.
  • Kredit: max. 100.000 € je Wohneinheit, 15 % Tilgungs-Zuschuss, bis zu 12.500 € je Wohneinheit.

Effizienzhaus 100 in Zukunft

Die energetischen Mindest-Anforderungen an Neubauten werden laufend erhöht (zuletzt 2016). Die aktuellen Werte stehen in der Energieeinspar-Verordnung (EnEV).

KfW-Förderstufen (Effizienzhaus-Typen)

 
Förderstufe 40 Plus 40 55 70 85 100 115 Denkmal
Neubau x x x - - - - -
Sanierung - - x x x x x x
 

Was bedeutet die Zahl hinter dem Effizienzhaus?

Die Zahl drückt aus, wie hoch der Bedarf an Energie im Vergleich zu einem analogen Neubau (Referenzhaus) ist. Beispiel:

  • Ein KfW-Effizienzhaus 85 bedarf jährlich höchstens 85 % der Energie eines vergleichbaren Neubaus ( = KfW Effizienzhaus 100)
  • Berechnet werden diese Werte anhand eines vorgegebenen Verfahrens, des Referenzhausverfahrens (siehe unten). Zugrunde liegt immer der Jahresprimärenergiebedarf (siehe unten: KfW-Definition)

Referenzhaus-Verfahren

Wie der niedrige Energiebedarf von Effizienzhäusern erreicht wird, steht den Planern frei. Aber um vergleichbare, zuverlässige Kennwerte zu erhalten, schreibt die EnEV das Referenzhausverfahren vor.

Planen und senken

Die EnEV gibt für alle einzelnen Bauteile wie Außenwand, oberste Geschossdecke, Fenster, Dachfenster etc. energetische Normwerte vor, die Planer zu berücksichtigen haben. Als Ergebnis entsteht das Wunschhaus der Bauleute zunächst als fiktives Effizienzhaus 100 auf dem Papier. In der Fachsprache wird diese Vorstufe Referenzhaus genannt. Erst, wenn das Referenzgebäude fertig ist, überlegen Planer, durch welche Maßnahmen das energetische Niveau noch weiter abzusenken ist.

KfW-100-Definition

KfW-Effizienzhäuser 100 haben einen Jahresprimärenergiebedarf von höchstens 100 % und einen Transmissionswärmeverlust von 115 % des Referenzgebäudes.

  • Jahresprimärenergiebedarf: Energiebedarf für Heizung und Warmwasser. Wichtig: Zugrunde liegt die tatsächlich eingesetzte Energiemenge plus die Menge etwaiger Verluste durch Umwandlung (z.B. von Kohle zu Strom) und Transport.
  • Transmissionswärmeverlust (HT'): Beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Außenwänden, Fenstern und Boden) eines Gebäudes.
 

Schon gewusst?

Strom für Beheizung, Warmwasser, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung des Gebäudes fließt in den Jahresprimärenergiebedarf ein (Berechnung: Strombedarf in kWh mal Faktor 2,6). PV-Anlagen werden berücksichtigt, wenn der Eigenverbrauch Vorrang hat; der Bezug von Ökostrom spielt beim Jahresprimärenergiebedarf keine Rolle.

 

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