25.09.2017

Energiesparen in der Küche - Planung und Nutzung entscheiden

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Wer die Chance hat, die Küche nach den eigenen Wünschen zu planen, sollte direkt zu Beginn an die Energieeffizienz denken

Das Ziel ist verständlich: Wer im Haus – und hier ganz speziell in der Küche – Energie sparen möchte, der möchte unterm Strich auch Geld sparen.

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze, die ein sparsameres Handeln in der Küche ermöglichen: Zum einen kann die Grundausstattung so aussehen, dass energieeffiziente Geräte und Materialien verwendet werden und zum anderen liegt es auch am Menschen selbst. Nur wer umsichtig agiert, kann auch aktiv Energiesparen. Für die Küche sollen Maßnahmen aus diesen zwei Bereichen nun erläutert werden.

Energieeffiziente Planung: die Geräte machen’s (auch) aus

In einer Küche gibt es eine Vielzahl an elektrischen Geräten: Herd, Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle und Kühl-Gefrierschrank gehören hier zum Standard. Hinzu können aber noch viele weitere Geräte kommen wie etwa die Kaffeemaschine, das Soundsystem, usw. Wer die Chance hat, seine Wunschküche zu planen, sollte auf die Fachexpertise von Plana setzen. Sie sind die Profis in punkto Küchenstile, Küchenformen und Küchenausstattung. Wer die energieeffiziente Planung mit einbauen möchte, sollte bei der Küchenplanung diese Faktoren bedenken:

 

1.) Die Energieeffizienzklassen sind bei den Elektrogeräten entscheidend. Sichtbar sind diese bunten Balken für jeden. Nur verständlich sind sie nicht immer. Klar ist: Je grüner der Balken ist, desto energieeffizienter ist das Gerät. Verbraucher sollten in erster Linie auf die Farbgebung achten und nicht nur auf die Buchstaben. Tipp: A+, A++ und A+++ sind zu empfehlen. Bei der Spülmaschine ist im Übrigen auch die Literanzahl interessant, die pro Spülgang aufgewendet wird. 15 bis 17 Liter sind hier ein guter Richtwert.

 

2.) Die Dimensionen sollten passen. Für viele ist der mächtige Kühlschrank inklusive Eisfach und extra Fach zum Herausnehmen von Getränken Kult. An der Energieeffizienzklasse gibt es nur selten etwas zu murren. Aber: Wer immer auswärts isst oder Eiswürfel ganz und gar nicht schätzt, der stellt sich ganz umsonst einen Energiefresser in die Küche. Wer auf die Side-by-Side-Variante schwört, muss sich auch um die Wartung kümmern: Regelmäßiges Abtauen, Filterwechseln und eine angepasste Kälteeinstellung schlagen sich auch in der Energiebilanz zu Buche.

 

3.) Beim technischen Equipment auf die Nutzung achten. Natürlich ist es schick, wenn die Kaffeemaschine sich selbstständig an- und ausschaltet, weil sie so programmiert wurde. Für Viel-Kaffee-Trinker mag das ein wichtiges Detail sein. Wer diese Funktion nur einbauen lässt, weil es möglich ist, die komplette Küche voller Technik zu packen, hat den falschen Ansatz. Tipp: Auf Smart Home-Optionen zu bauen, ist indes wirklich ein guter Kniff, um Energie zu sparen. So sieht der Küchenbesitzer auch unterwegs, falls ein Gerät noch im Stand-by-Modus ist  - obwohl dieser Modus bekanntermaßen nur unnötig Energie verbraucht.
Effizient sollte im Übrigen auch die übrige Planung der Küche sein. Viele offene Regalflächen sind zwar schön anzusehen, sind aber auch die ersten Angriffspunkte für Staub und Schmutz. Ein guter Mix aus geschlossenen Fächern und offenen Teilen ist hier sinnvoll. Dieser Kniff punktet letztlich mit Zeiteffizienz, denn so wird weniger Zeit fürs Putzen verwendet. Auch die Einrichtung sollte so gestaltet sein, dass sie zur Nutzung passt. Ein Beispiel: Eine kleine Theke mit zwei Stühlen ist Platzverschwendung bei einer achtköpfigen Familie mit sechs kleinen Kindern.

Energieeffizientes Handeln in der Küche

Wer beim Kochen, Backen und Abwaschen achtgibt, kann die Kosten in der Küche deutlich reduzieren. Gekocht wird in einem Topf auf einer passenden Platte. So wird keine Wärme verschwendet. Der Topf ist – beispielsweise beim Erhitzen von Wasser – geschlossen. Während bei einem Induktionsherd die Wärme sofort weg ist, wenn die Herdplatte ausgeschaltet wird, können beispielsweise im Backofen diese Tricks anwenden:

  • Wer morgens Gebäck zum Frühstück in den Ofen schiebt, kann danach direkt einen Kuchen in den Ofen schieben oder den Braten, der mittags fertig sein soll. So sparen sich Koch oder Bäckerin die Aufheizzeit, weil der Ofen schon heiß ist.
  • Sind Gebäck und Kuchen fertig, hält sich die Restwärme im Ofen noch für einige Zeit. Diese kann ebenfalls noch verwendet werden: Zum Trocknen von Kräutern und zum Rösten von Müsli kann die Restwärme durchaus noch nützlich sein.

Energieeffizient spülen (lassen)

Beim Befüllen der Spülmaschine ist es sinnvoll, stark verschmutztes Geschirr vorher ablaufen zu lassen. Das kostet zwar Wasser, ist aber effektiver, als die Maschine in einer höchsten Stufe laufen zu lassen. Energiesparprogramme sind Vollprogrammen vorzuziehen. Tipp: Ein Blick in die Beschreibung der Maschine kann helfen. Hier ist häufig direkt ausgewiesen, mit welchem Verbrauch bei welchem Programm gerechnet werden kann.
Auf die Frage, ob es effizienter ist, die Spülmaschine anzuschalten oder per Hand zu spülen, hat der BR diese Antwort: „Spülen mit der Maschine braucht im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen", lautet das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Universität Bonn mit 200 Haushalten in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien.

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