20.03.2018

Lichtschacht bauen – Darauf kommt es an

Keller, Fenster, Lichtschacht, Tageslicht, Dämmung

Der Einbau regulärer Fenster ist nur möglich, wenn das Kellergeschoß teilweise über der Erde liegt. Andernfalls empfiehlt sich der Einbau eines Lichtschachts.

Der Keller: Eine wichtige zusätzliche Fläche im Haus, die sich keineswegs nur als Abstellraum oder Waschkammer eignet. Die Kellerfläche erfreut sich heutzutage steigender Beliebtheit als Hobbyraum, Arbeitszimmer oder Gästeschlafzimmer.

Um die Wohnlichkeit der Kellerräume zu garantieren, ist abgesehen von einer guten Dämmung auch eine ausreichende Versorgung mit Frischluft und Licht von großer Bedeutung. Dafür bieten sich zwei Varianten an: Liegt der Keller ganz oder teilweise oberhalb der Erdoberfläche, können reguläre Kellerfenster eingebaut werden. Liegt das Kellergeschoß aber gänzlich unter der Erde, empfiehlt sich der Einbau eines Lichtschachts für die Versorgung mit Tageslicht.

Lichtschacht optimal konstruieren

Um das Untergeschoß mit ausreichend Helligkeit zu versorgen, sollte der Lichtschacht in einem Winkel von unter 45 Grad angelegt sein. Dadurch kann das von oben kommende Tageslicht die Unterkante des Kellerfensters optimal beleuchten. Innen bestehen Lichtschächte zumeist aus einer weißen, glatten Oberfläche, die zusätzlich Licht reflektiert. Ein Lichtschacht kann entweder mit dem umgebenden Mauerwerk verbunden sein oder von diesem separat eingebaut werden. In jedem Fall ist aber eine funktionale obere Abdeckung des Lichtschachts ganz wichtig, um zu verhindern, dass Laub, Erde oder Kleintiere in den Schacht fallen. Dient der Keller nur als Stauraum, so genügt hier meist ein einfacher Gitterrost. Soll der Keller aber als Wohnraum genutzt werden, ist eine spezielle Abdeckung erforderlich, die sowohl dämmt als auch ausreichend Licht hineinlässt. Anbieter wie die Firma Finecover spezialisieren sich unter anderem auf derartige Lösungen.

Zwei Arten von Lichtschacht

Ist der Lichtschacht in das umgebende Mauerwerk eingebunden, beeinflusst er die Kellerisolierung, was eine gute Feuchtigkeits- und Wärmedämmung nötig macht. Eingebundene Lichtschächte sind meist entweder gemauert oder betoniert, aber auch Fertigteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff stellen eine Möglichkeit dar. Liegt der Keller gänzlich unter der Erde, sollte rundum ein Aushub von mindestens 140 Zentimetern vorgenommen werden, um die Dämmschicht einzubringen. Gerade bei älteren Häusern kann ein nachträglicher Aushub notwendig sein, um die Energieeffizienz zu verbessern. Denn alte Keller verfügen oft über eine schlechte Dämmung in den Außenwänden und sind somit Energiefresser. Einfacher gestaltet sich die Sache, wenn die Kellerfenster teilweise über der Erde liegen: Dann lässt sich eine zusätzliche Isolierung auch nachträglich ohne Aushub installieren. Bei der zweiten Art von Lichtschacht handelt es sich um ein separates Bauteil, das sich mit eigenem Fundament neben dem Gebäude einbauen lässt. In dem Fall ist der Lichtschacht statisch nicht mit dem Haus verbunden und von dessen Schutzdämmung unabhängig.

Auf eine gute Gesamtisolierung des Kellers achten

In jedem Fall wichtig ist eine gute Isolierung der Kellerfenster: Denn diese stellen eine nicht zu unterschätzende Wärmebrücke nach außen dar. Die beste Dämmung lässt sich mit modernen, gut abgedichteten Kunststoff-Fenstern erzielen. Die klassischen Kellerfenster mit Stahlrahmen sind auf jeden Fall ungenügend, selbst wenn der Keller nur als Abstellraum vorgesehen ist. Um hochwertige Fenster anbringen zu können, muss der Lichtschacht unbedingt groß genug sein. Sehr kleine Lichtschächte sind aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert: Erstens lassen diese nur ungenügend Licht und Luft herein. Zweitens zwingen sie zum Einbau von einfachen, schlecht gedämmten Kellerfenstern, die sich vielleicht nicht einmal ganz öffnen lassen. Drittens beeinflussen kalte Außentemperaturen einen kleinen Luftraum viel eher als einen großen Schacht. Je größer der Schacht, desto eher hält dieser eine konstante Temperatur. Im Sinne der Energieeffizienz sollte beim Kellerbau das Augenmerk insgesamt auf einer guten Wärmedämmung liegen. Denn wenn der Keller zu kalt oder zu feucht ist, kann sich das auf die Räume im Erdgeschoß auswirken. Für einen hellen, warmen und wohnlichen Keller empfiehlt sich eine vorausschauende Planung.

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