14.09.2018

Luftbefeuchter: Energie sparen durch jahreszeit­adäquaten Einsatz

Heizung, Luftfeuchtigkeit, Winter, Lüften, Luftbefeuchter

Sorgen Sie auch in der kalten Jahreszeit für eine angenehme und gesunde Raumluft

Im Winter nimmt die Luftfeuchtigkeit grundsätzlich ab, und viele Menschen merken dies entweder an der zunehmenden Trockenheit ihrer Haut, am Reizhusten oder an anderen allergischen Körperreaktionen. Als probate Mittel, die Luftfeuchtigkeit wieder zu erhöhen, haben sich in den letzten Jahren sogenannte Luftbefeuchter einen Namen gemacht. Doch Vorsicht: Bei unsachgemäßem Einsatz können diese jedoch auch schnell die Energiekosten hochtreiben.

Winterzeit ist Trockenluftzeit

Recherchiert man zum Thema »trockene Raumluft im Winter«, stößt man nicht selten auf Wüstenmetaphern und ähnliche Versinnbildlichungen. Das Gemeinsame  der mannigfaltigen Umschreibungsversuche: Sie problematisieren das allseits bekannte Phänomen, demnach die Luft im Winter trockener ist als im Sommer.

Warum aber ist das so?

 

Luftfeuchtigkeit ist ein natürliches klimatisches Phänomen und insofern Naturgesetzen unterworfen. Eines dieser Naturgesetze besagt, dass warme Luft deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Beispiel: Bei einem atmosphärischem Normaldruck von 1013,25 hPa kann ein Kubikmeter Luft bei 10 °C maximal 9,41 g Wasser aufnehmen. Dieselbe Luftmenge nimmt bei 30 °C dagegen bereits 30,38 g Wasser auf; bei 60 °C 100 g Wasser. Unter den je gegebenen Bedingungen lassen sich somit die Maximalwerte hinsichtlich der Wasseraufnahmekapazität einer konkreten Luftmenge genau berechnen und angeben. Die sogenannte relative Luftfeuchtigkeit beschreibt dabei, zu welchem Anteil jener Maximalwert erreicht wurde. Wenn also wie im obigen Beispiel ein Kubikmeter Luft bei 10 °C und einem atmosphärischem Nominaldruck von 1013,25 hPa genau 9,41 g Wasser aufnehmen kann, so ist mit diesem Wert eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 % angegeben. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 % wäre folglich unter gleichen Umständen mit einem Wert von exakt 4,705 g Wasser erreicht. Die absolute Luftfeuchtigkeit bezeichnet demgegenüber nur die jeweils konkret vorhandene Wassermenge in der Luft, ohne diese in Relation zum Maximalaufnahmewert zu setzen; insofern wird sie auch nicht in Prozent, sondern in g Wasser pro Kubikmeter Luft angegeben. In Wüstenregionen besitzt die Luft eine relative Feuchtigkeit von 10 bis 30 %. Im Hochwinter können dieselben Werte jedoch auch hierzulande in Innenräumen gemessen werden. Und das hat Folgen - für die Räume, vor allem aber auch für die in ihnen lebenden Menschen.  

Was tun gegen trockene Luft im Winter?

Da aufgeheizte Luftmehr Wasser absorbieren und zugleich abgeben kann, benötigt sie logischerweise auch mehr Wasser, um eine angenehme relative Luftfeuchtigkeit aufweisen zu können. Beispiel: Nehmen wir an, es ist Winter. Draußen kreisen die Temperaturen um die 0 °C Marke und die Luft enthält ohnehin bereits wenig Wasser. Sie wachen auf, lüften wie gewohnt mit heruntergedrehter Heizung die Räume und stellen die Heizung anschließend wieder an.

Was tritt ein?

 

Die eingelassene wasserarme, kühle Luft erwärmt sich und ihre Aufnahmekapazität für Feuchtigkeit steigt an; die enthaltene Wassermenge reduziert sich allmählich. Steht nun nicht genügend Wasser zur Verfügung, das nachgeführt werden könnte, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit entsprechend ziemlich stark ab. Die Konsequenzen: Man bekommt einen trockenen Mund und eine trockene Nase; manche bekommen Schwierigkeiten mit der Atmung und wiederum  andere bekommen Hautreizungen und trockene Stellen. Was tun? Eine Möglichkeit besteht darin, mit einem Luftbefeuchter für bessere Luft zu sorgen. Dieser befeuchtet die Luft (es gibt hier verschiedene technische Lösungen) und hält somit eine konstante relative und absolute Luftfeuchtigkeit ein. Wichtig ist es, diese Geräte vor allem nur dann zu benutzen, wenn es wirklich sinnvoll ist, um sie nicht sinnlos Energie verbrauchen zu lassen. Dies ist eben dann der Fall, wenn die absolute und relative Luftfeuchtigkeit in der kalten Jahreszeit absinken. Manche Geräte haben beispielsweise einen Hygrometer integriert, der, wie ein Thermostat, das Gerät genau dann anspringen lässt, wenn die Luftfeuchtigkeit unter einen bestimmten Soll-Wert fällt; ist dieser erreicht schaltet sich der Luftbefeuchter wieder ab. Die wohl energiesparendste Variante ist jedoch gänzlich untechnisch: Pflanzen wie der Papyrus können viel Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben und können insofern ebenfalls für eine bessere Luft im Winter sorgen.

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