Thema | energiesparen im haushalt :: NASA-Forscher: Klimaschutz ohne CO2-Bremse
24.07.2012
NASA-Forscher: Klimaschutz ohne CO2-Bremse
Methan und Ruß enorm wichtig, aber kein Allheilmittel
Um es direkt vorweg zu nehmen: Kohlendioxyd ist weiterhin das bedrohlichste Treibhausgas. Ohne eine weltweite dauerhafte Verringerung des CO2-Ausstoßes lässt sich die Klimaerwärmung nicht verhindern. Allerdings muss auch über den CO2-Tellerrand hinaus gedacht werden, so die Forscher. Die Sache gleicht dem Spritverbrauch beim eigenen PKW: Wenn man ein spritsparendes Auto besitzt, jedoch immer voll beladen und mit vier platten Reifen fährt, kann es nichts geben mit einem niedrigen Verbrauch. Ruß ist in diesem Beispiel der unnötige Ballast, Methan der platte Reifen.
14 einfache Methoden: Dichtmasse, Dieselfilter, neue Öfen
Ein großes Problem ist der Ruß bei unkontrollierter Verbrennung: Millionen Menschen kochen über offenem Feuer, Millionen uralte Autos blasen Dreck in die Atmosphäre, außerdem gibt es immer noch Brandrodung. Was hierzulande kaum noch ein Thema ist, ist weltweit gesehen tägliche Praxis. Daher sind die Vorschläge der Forscher zwar im Prinzip billig und schnell umsetzbar, jedoch nicht für die Dritte Welt. Anders bei den Vorschlägen zur Methan-Reduzierung: Lecks in Gaspipelines stopfen oder Methan bei Rohstoffförderung und Massentierhaltung auffangen richtet sich vor allem an die Industrienationen. Oder besser gesagt: An die Industrie selber. Doch Energiekonzerne und Industrielle scheuen die Kosten, auch wenn diese vergleichsweise gering sind. Was fehlt, ist der Druck der Öffentlichkeit und der Politik.
Nebeneffekt: Weniger Tote, mehr Ernte
Sowohl Methan wie auch Ruß schaden der Gesundheit: Die Forscher geben an, dass bis zu vier Millionen Menschen pro Jahr weniger an Atemwegserkrankungen sterben könnten. Weiter berechneten sie, dass sich bis zu 135 Millionen Tonnen mehr Ernteerträge erwirtschaften ließen. Für Ihre Ausführungen bekamen sie von internationalen Top-Wissenschaftlern viel Lob: Mehrere Klimaexperten äußerten sich bereits ausgesprochen positiv im Wissenschaftsmagazin „Science“. Empfohlen wird außerdem, die Mahnahmen für Klimaschutz und Luftreinhaltung zu kombinieren, was nach Meinung der Forscher deutlich effektiver sein als die Einzelbetrachtung von sauberer Atemluft und Klimaerwärmung.



































