13.03.2018

Neuer Solarboom in Aussicht !

Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Schulte / Geschäftsführer Sachverständigenbüro Schulte GmbH

Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Schulte / Geschäftsführer Sachverständigenbüro Schulte GmbH

Nachdem im Jahre 2013 die drastische Reduzierung der Einspeisevergütung durch den Gesetzgeber die Solarbranche zusammenbrechen ließ, ist nun wieder mit attraktiven Renditen bzw. Einsparpotentialen zu rechnen.

In einer aktuellen Analyse des PV-Marktes hat der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Schulte festgestellt, dass die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen wieder attraktiv geworden ist.

Bis zum Jahre 2013 war Photovoltaik eher ein Investitionsgeschäft, d.h. dass mit dem Erwerb einer Photovoltaikanlage der subventionierte Solarstrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist wurde, um eine möglichst hohe Kapitalverzinsung zu generieren. Seit dem Jahr 2013 hat sich die photovoltaische Anlagentechnik mit der Haustechnik vermischt. Der solar erzeugte Strom dient heute in erster Linie dazu, die elektrischen Verbraucher im Gebäude zu versorgen. Dieser sogenannte Eigenverbrauch kann in Verbindung mit Speicherbatterien und einer intelligenten Regelung maximiert werden. Hinzu kommt, dass die Vermischung der photovoltaischen Anlagentechnik mit der Haustechnik völlig neue Potentiale generiert. Früher waren Gebäudebesitzer mit einem nach Süd ausgerichteten Dach geneigt in Photovoltaik zu investieren. Heute sind Besitzer eines Ost-Westdachs häufig besser gestellt, da die solare Stromproduktion sich besser über den Tag verteilt und so den Eigenverbrauch begünstigt.

Was hat die Attraktivität von Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren wiederbelebt?

  • Fallende Modulpreise
  • Fallende Preise für Speicherbatterien
  • Steigende Bezugskosten für Strom aus dem öffentlichen Netz
  • Intelligente Regelungen zur Optimierung des Eigenverbrauchs
  • Höheres Flächenpotential, da auch Ost-Westdächer nun wirtschaftlich nutzbar sind
  • Fördermöglichkeiten durch KfW-Bank
  • Nach wie vor Förderung durch das Energieeinspeisegesetz (kurz:EEG)

 

Ein zweiter Solarboom zeichnet sich ab, der endlich die erforderliche Energiewende befeuern wird. Dennoch gibt es Einiges bei der Montage einer Photovoltaikanlage zu beachten. Die mangelnde ganzheitliche Betrachtung des Installationsortes, d.h. auch die Gewerke Brandschutz, Blitzschutz, Statik, Dachdeckerei und Elektrotechnik eines Gebäudes sind zu beachten.

 

Nach Aussage von Dipl. Ing. (FH) Reinhard Schulte häufen sich allerdings folgende Planungsfehler:

  • Fehlerhafte Auswahl der Verankerung der PV-Anlage im Gebälk
  • Unverträglichkeit zwischen Modulunterkonstruktion und Dachhaut bei Flachdachsystemen
  • Mangelhafte Verlegung der Solarkabel auf dem Dach
  • Unzureichende Witterungsbeständigkeit der verwendeten elektrischen Komponenten auf den Dachflächen
  • Ungünstige bzw. unzulässige Standortwahl für die Speicherbatterien und Wechselrichter

Insbesondere bei größeren Anlagen empfehlen wir eine Baubegleitung durch einen Sachverständigen.

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