28.05.2019

Sparen trotz Erhöhung der Gaspreise

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Erhöhung des Gaspreises 2019 um durchschnittlich 8,4 Prozent: Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr.

Nachdem der Gaspreis in Deutschland in den letzten Jahren relativ konstant war, zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einer Gaspreissteigerung ab. Durch den steigenden Ölpreis und den Druck an den Terminbörsen kündigen immer mehr Stromversorger bis zum Ende des Jahres einen möglichen Gaspreis von bis zu 6 Cent an.

Höhere Gaspreise für die Konsumenten

Kaum einer der Anbieter senkt seine Gaspreise, was für viele Millionen Haushalte in Deutschland bedeutet, dass sie in ihren laufenden Monatsausgaben für Wohnung und Haus höhere Gaspreise berücksichtigen müssen. Bislang sanken die Grundversorgungstarife von den örtlichen Gasanbietern, auch die Gaspreise selbst lagen um knapp 13 Prozent unter dem derzeitigen Stand. Es gilt daher nun, den günstigsten Anbieter zu finden, um die erhöhten Kosten zumindest ein wenig abzufangen. Grundsätzlich hat man als Gaskunde bei einer entsprechenden Erhöhung des Preises ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Man sollte sich grundsätzlich mehrere Vergleichsangebote einholen, bevor man zu einem günstigen Gasanbieter umsteigt. In vielen Regionen beträgt die Auswahl zwischen 20 bis 50 oder mehr Lieferanten, je nach Bundesland und Region ist das unterschiedlich.

Gründe für günstigere Gasanbieter

Durch die saisonale Schwankung bei den Gaspreisen gelingt es manchem Gasanbieter, besonders günstig einzukaufen. Dabei handelt es sich oftmals um temporär günstigere Anbieter wie überregionale Konzerne, aber auch regionale Gasversorger mit eigenen, kleineren Netzen, die interessante Angebote für die Verbraucher anbieten. Die politische Situation zwischen Russland und der Ukraine hat ebenso Einfluss auf den Gasprom-Konzern, der den größten Gasanteil Deutschlands liefert. Die Kosten für das Gas setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Der größte Posten sind die sogenannten Beschaffungskosten. Dazu kommen Abgaben und Steuern wie beispielsweise die Ökosteuer sowie die Konzessionsabgabe. Diese Abgabe ist eine Wegesteuer zur Durchleitung in die Kommunen und Gemeinden. Zusätzlich einer Mehrwertsteuer von 19 Prozent und einem Netzentgelt von 25 Prozent sind die Vorabkosten für den Gasbezug bereits enorm.

Entscheidungshilfe für Konsumenten

Es gibt einige Faktoren, die man letztendlich bei der Entscheidung nach dem günstigsten Gaspreis-Anbieter berücksichtigen sollte:

  • (pauschaler) Grundpreis (Gaszählerkosten, Jahresablesung, Verwaltung, Rechnungsstellung)
  • Arbeitspreis pro Kilowattstunde
  • Bedarfseinschätzung: Single oder Großfamilie?
  • Preisgarantie für mindestens 12 Monate
  • Vertragslaufzeit maximal 12 Monate für flexiblen Wechsel
  • 6 Wochen Kündigungsfrist
  • Monatliche Zahlungsweise ideal
  • Einmalige Rabatte/Boni (erfahrungsgemäß mit längerfristigen Vertragsbindungen verbunden)
  • Vorkasse oder Kaution bedeuten ein Risiko für den Konsumenten
  • Bei Interesse Biogas- und Ökotarife empfehlenswert

 

Um den optimalen Anbieter zu finden, bietet sich eine Vergleichsmöglichkeit auf Basis des bisherigen jährlichen Gasverbrauches an. Viele Konsumenten sind gerade in puncto Grundversorger treu. Ein Vergleich mit anderen Anbietern schadet jedoch nicht, denn nur so findet man mitunter einen wesentlich günstigeren Anbieter, sodass sich die Überlegung zu einem alternativen Lieferanten zu wechseln, in barer Münze lohnt. Man sollte die laufenden Gaskosten und die damit verbundenen Preissteigerungen in den kommenden Monaten nicht außer Acht lassen.
Letztendlich erfordert ein Wechsel nur einen kurzen Zeitaufwand, der angesichts der langfristigen Ersparnis bei den laufenden Gaspreiskosten überschaubar ist. Nach einem Wechsel des Anbieters fürchten viele, dass die Belieferung mit Gas lückenhaft sein könnte. Erfahrungsgemäß ist das jedoch kaum der Fall, denn eine konstante Versorgung mit Gas ist sogar gesetzlich garantiert.

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