14.05.2019

Umweltschonend heizen – diese Möglichkeiten gibt es

Solarthermie, Röhrenkollektor, Hauswand

Solarthermie - Röhrenkollektor an Hauswand befestigt

Sparsam zu heizen ist eine Win-Win-Situation für Sie und den Planeten. Sie sparen bares Geld und geben weniger CO2 in die Erdatmosphäre ab. Hierdurch leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.

Es gibt eine Vielzahl an Technologien, die mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel Wärme erzeugen. Einige setzen auf erneuerbare Energien, bei anderen werden klassische Heizkonzepte neu erdacht. Die folgenden Tipps lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen.

Diese Heizkonzepte gibt es

Die Zeiten, in denen sich Hausbesitzer zwischen Gas- und Ölheizungen entscheiden mussten, sind lange vorbei. Heute gibt es eine große Auswahl weiterer Varianten. Vor allem ökologische Heizungen sind auf dem Vormarsch. Diese nutzen zumeist erneuerbare Energien, um Wärme für die Heizung oder das warme Wasser zu gewinnen. Zu den gängigen Technologien, die in immer mehr Häusern Verwendung finden, zählen Holzpelletheizungen, Wärmepumpen, die Solarthermie und Blockheizkraftwerke. Wenn Sie sich eine Heizung zulegen wollen, stellen sich zunächst einmal unterschiedliche Fragen. Als Erster ist zu klären, ob die Heizung für einen Neubau oder einen Altbestand gedacht ist. Beim Neubau sollten Sie aktuelle Energiesparkonzepte nutzen. Auf diese Weise optimieren Sie Ihre Energieeffizienz und sparen langfristig eine Menge Geld. Bei einem Altbestand sind Dämmungen eine gute Wahl. Durch diese genügen deutlich kleinere Heizungen und Sie profitieren von ganz unterschiedlichen staatlichen Förderungen.

Solarenergie zum Heizen nutzen

Das als Solarthermie bekannte Verfahren nutzt die Sonnenenergie zur Sammlung und Speicherung von Wärme. Auf dem Hausdach befinden sich Schläuche, in denen ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel enthalten ist. Scheint die Sonne auf diese Schläuche, erwärmt sich die Flüssigkeit auf bis zu 95°C. Die so entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher an einen sogenannten Pufferspeicher, der auch als Solarspeicher bezeichnet wird, abgegeben. Somit kann die gewonnene Wärme sogar nachts und im Dunkeln verwendet werden. Außerdem steht hierdurch Wärme für das Wasser und die Heizung somit selbst dann zur Verfügung, wenn die Sonne einmal mehrere Tage lang nicht scheint. Anschließend gelangt das Gemisch, das inzwischen wieder abgekühlt ist, zurück aufs Dach, wo es sich erneut erhitzen kann.

Die klassische Holzheizung

Seit jeher haben Menschen Holz genutzt, um Wärme zu erzeugen. Heutzutage gibt es aber viele  Technologien und Methoden. So kommen Brennkessel mit Holzscheiten so langsam aus der Mode. Viele Menschen entscheiden sich stattdessen für eine Holzpelletheizung. Diese bietet den Vorteil, dass die Pellets aus dem Lagerraum direkt in den Kessel gesaugt werden und somit ein lästiges Nachlegen von Holzscheiten wegfällt. Ebenfalls praktisch ist, dass sich eine solche Holzheizung mit einer Solarthermieanlage kombinieren lässt. Auf diese Weise profitieren Sie von beiden Systemen und erhalten zusätzliche Förderungen. Ebenso ist es möglich, eine Pelletheizung so umzurüsten, dass sie auch mit Holzscheiten arbeiten kann.

Mit einer Wärmepumpe diverse Energiequellen nutzen

Wärmepumpen zählen zu den modernsten und beliebtesten Technologien zur Wärmegewinnung. Es gibt unter www.ochsner.com ganz unterschiedliche Systeme und Geräte, die jeweils eigene Stärken und Schwächen mitbringen. Unter anderem können Sie sich für Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Luft-Luft-Wärmepumpen entscheiden. Die Energie gewinnen solche Pumpen aus den sie umgebenden Elementen. So dienen unter anderem die Umgebungswärme, das Grundwasser und die Erdwärme als Energielieferanten. Die Wärmepumpe selbst hat die Aufgabe, die Energie entgegen ihrer gewöhnlichen Laufrichtung (nach unten) in andere gewünschte Richtungen zu leiten. Solche Pumpen lohnen sich vor allem dann, wenn die Wunschtemperatur und die Temperatur der Energiequelle ähnlich sind. Außerdem sollten solche Geräte mit der passenden Heizung kombiniert werden, um möglichst effizient zu sein.

Sparsam heizen dank Niedrigtemperatursystemen

Moderne Heizkonzepte setzen auf Niedrigtemperatursysteme. Diese unterscheiden sich von Öl- und Gas-Heizungen vor allem durch ihren niedrigen Arbeitsbereich. Heizkörper, die mit Öl und Gas arbeiten, nutzen einen Vorlauf von 90°C und einen Rücklauf von 70°C. Das bedeutet, dass das in den Heizkörpern enthaltene Wasser höchstens 80°C warm ist. Die sogenannten Niedrigtemperatursysteme arbeiten in einem viel niedrigeren Temperaturbereich. Bei ihnen kommen lediglich 35°C-55°C zum Einsatz und dennoch werden Haus oder Wohnung angenehm warm. Vor allem die Heizkörper, die mit erneuerbaren Energien arbeiten – hierzu gehören etwa Wärmepumpen, Holzpelletheizungen und die Solarthermie – zählen zu dieser Art von Systemen. Die Heizkörper bieten eine besonders große Fläche, sodass mehr Strahlung abgegeben wird. Sehr gut verteilt sich die Wärme zum Beispiel mit einer Flächenheizung. Diese wird in den Boden oder die Wand integriert.

Mit einer Wärmedämmung Energieverlust vermeiden

Umweltschonendes Heizen ist im Grunde nur mit einer effizienten Wärmedämmung des gesamten Gebäudes zu erreichen. Nur so wird die vorhandene Energie optimal genutzt und die Wärmeverluste minimiert. Es ist ratsam, bei der Nutzung einer solchen Dämmung auf Expertenrat zu hören. Hierdurch lassen sich Wärmebrücken und andere Komplikationen vermeiden. Unter anderem hat sich die transparente Wärmedämmung bewährt. Hierbei wird das Haus mit lichtdurchlässigem Material verkleidet. Die Folge ist, dass das Sonnenlicht von der Wand aufgenommen und an die Innenräume des Hauses abgegeben wird. Für dieses Verfahren sind keine Sonnenkollektoren notwendig und Rollos oder eine Fassadenbegrünung verhindern, dass es im Sommer im Haus zu heiß wird.

Fazit: Zahlreiche Wege, um umweltschonend zu heizen

Die Auswahl an Heizsystemen ist mittlerweile sehr groß. Sie haben somit die Möglichkeit, eine Technologie zu wählen, die ganz zu Ihrem Heizkonzept passt. Bei der Auswahl spielen unter anderem die Frage nach Neubau oder Altbestand, das vorhandene Platzangebot und die Anschaffungskosten eine Rolle. Sehr angenehm ist, dass sich verschiedene Systeme miteinander kombinieren lassen. Auf diese Weise profitieren Sie vom Besten aus beiden Welten und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Es ist jedoch ratsam, sich vor dem Kauf einer neuen Heizanlage ausführlich beraten zu lassen. Auf diese Weise lernen Sie Ihre verschiedenen Optionen kennen und können die für Sie optimale Technologie wählen.

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