14.06.2017

Wie sicher sind ethisch-ökologische Geldanlagen?

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Welche Geldanlagen bieten Nachhaltigkeit nicht nur in Sachen Rendite sondern auch unter ökologischen Gesichtspunkten?

Wer eine verlässliche und zukunftsorientierte Geldanlage sucht, stolpert früher oder später auch über Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien. Obwohl der Schwerpunkt bei solchen Anlagen sicherlich auf der zugrundeliegenden ökologischen Idee liegt, sind Grünstrom-Projekte dennoch lohnenswert, renditestark und zukunftssicher. Vor allem auch, weil der Markt boomt und es langfristig kaum eine Alternative gibt, denn inzwischen weiß jeder, dass die fossilen Rohstoffe zur Neige gehen. Doch sind die Anlagen auch sicher? Wir machen den Check.

Rendite und Gewissen vereinbaren

Wer in Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien investiert, der will damit in der Regel nicht nur Geld verdienen, sondern auch etwas Gutes und Sinnvolles tun. Nie war es leichter, sein ökologisches Gewissen zu beruhigen und dabei auch noch Gewinne zu erzielen als heute. Deutschland ist dank einer umsichtigen politischen Führung und einem weltweit beachteten gesellschaftlichen Konsens heute einer der Antriebsmotoren für die Energiewende. Deutsche Firmen forschen und bauen neue Wind- oder Solaranlagen und die deutschen Bürger investieren ihr Kapital in die Umsetzung dieser Forschungen in Windparks und Photovoltaikanlagen. Nicht zuletzt investieren hiesige Immobilienbesitzer nach wie vor gern in hauseigene Anlagen – auch, aber eben nicht nur, weil dadurch dank der EEG-Umlage Geld verdient werden kann.

Seriöse Anbieter finden – darauf müssen Sie achten

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Ersparnisse in ökologische Anlagen zu investieren, sollte sich - wie bei allen anderen Anlagen auch - natürlich vorab gut über den jeweiligen Anbieter informieren. Sowohl die ausführende Firma als auch das betreffende Objekt oder Projekt sollte gründlich unter die Lupe genommen werden. Vor allem bezüglich des Investitionsvolumens und der Art der Beteiligung ist Vorsicht geboten. Überdimensionale Volumina, verbunden mit einer sehr undurchsichtigen Form der Beteiligung und langen Kündigungsfristen sollten die Alarmglocken schrillen lassen. Ein guter Indikator ist immer die Prozesstransparenz. Ein seriöser Anbieter gibt einem Anleger gern alle nötigen Informationen, ist persönlich für ihn da und lässt sich durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer oder ein anerkanntes Kontrollgremium überwachen. Ein positives Beispiel ist etwa die Münchner Green City Energy, die in vielen europäischen Projekten bereits mit großem Erfolg beteiligt war. Wer mit der Green City Energy Erfahrungen gesammelt hat, weiß in der Regel nur Positives zu berichten.

Die schwarzen Schafe

Leider gibt es auch in der Energiebranche immer wieder Unternehmen, die entweder von Anfang an sehr undurchsichtige Strategien verfolgt haben, oder aber durch schlechte Entscheidungen in Schieflage geraten sind. Viele Anleger haben dabei größere Summen verloren oder lange Prozesse führen müssen. Das schadet natürlich dem Ansehen der ganzen Branche und bedeutet oft einen Vertrauensverlust der Bevölkerung gegenüber grünen Projekten. Allerdings ist die Energiewende zu wichtig, um sie aufgrund einiger weniger schwarzer Schafe nur den Großinvestoren zu überlassen. Nach der jüngsten Novellierung des EEG wird es gerade kleinen Beteiligungsgesellschaften wieder ein wenig einfacher gemacht, sich zu engagieren. Vor allem Genossenschaften haben weiterhin einen guten Stand, wenn es um die Realisierung von Projekten wie Windparks und Photovoltaik-Anlagen geht.

Zur Perspektive ökologischer Anlagen

Obwohl das Gesamtvolumen der Investitionen in regenerative Energieanlagen im letzten Jahr etwas zurückging, liegt es immer noch deutlich über den Investitionen in fossile oder atomare Kraftwerke. Insgesamt stieg der Anteil des sauberen Stroms trotzdem auf knapp ein Viertel der weltweit produzierten Energie – Tendenz steigend mit enormem Potential. Deutschland und generell die Europäische Union spielen dabei eine Vorreiterrolle – vor allem, was die politische Komponente angeht. Es ist zu erwarten, dass Investitionen in alternative Energien parteienübergreifend auch in den nächsten Jahrzehnten gefördert und erleichtert werden. Gerade die gute Planbarkeit durch garantierte Abnahme und feste Vergütungen sind für konservative Anleger ein wichtiges Kriterium. Wer also langfristig plant und nicht auf schnelle Rendite aus ist, für den sind regenerative Anlagen noch immer eine sichere Bank. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man mit einem ruhigeren ökologischen Gewissen schlafen gehen kann.

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