20.12.2017

Wie Sonnenstrahlen: Wohlige Wärme aus der Infrarotheizung

Katze liegt am Fenster in der Sonne und genießt die Sonnenstrahlen

So wohlig wie Sonnenstrahlen - die Wärme einer Infrarotheizung

Wärme per Infrarot – ihren Ursprung hat sie in der Medizin: Infrarotstrahlen von Rotlichtlampen kommen bei Muskelverspannungen und Bronchitis zum Einsatz. Infrarotheizungen für den Wohnbereich entfalten ihre Wirkung auf ganz ähnliche Weise.

Infrarotheizungen wirken wie die Sonne

Bei Heizungssystemen unterscheidet man zwei grundlegende Wirkungsweisen: Heizkörper konventioneller Bauart erwärmen die Raumluft (Konvektionswärme), beim zweiten Prinzip kommt Strahlungswärme zum Tragen. Sie funktioniert wie die Wärme der Sonne: Sonnenstrahlen erwärmen die menschliche Haut direkt, was wir als sehr angenehm empfinden. Infrarotheizungen funktionieren auf die gleiche Art: Sie erwärmen Körper und Gegenstände im Raum direkt – und nicht wie konventionelle Heizkörper die Raumluft.

Betrieb per Strom, aber geringer Verbrauch

Infrarotheizungen lassen sich sowohl an der Wand als auch an der Decke anbringen. Die von ihnen erzeugte Wärme strahlt in beiden Fällen auf alle Gegenstände und Personen im Raum ab.
Infrarotheizungen sind wesentlich flacher als konventionelle Heizkörper und somit sehr platzsparend. Allerdings können sie sehr heiß werden, weshalb sie von einem schützenden Gehäuse umgeben sind. Das lässt viele Gestaltungsmöglichkeiten mit zusätzlicher Funktionalität zu: Infrarotheizungen können in einen Wandspiegel integriert, mit einem Fotomotiv versehen oder in eine Steinplatte eingelegt werden. Auch eine Nutzung als Handtuchheizkörper ist möglich.
Infrarotheizungen werden mit Strom betrieben. Ihre Umweltfreundlichkeit ist wegen des deutschen Strom-Mix mit seinem hohen Stein- und Braunkohleanteil (Anteil in 2016: etwa 40 Prozent) umstritten. Für Infrarotheizungen spricht allerdings ihr relativ geringer Verbrauch.

Besonders für Räume mit hohen Decken geeignet

Infrarotheizungen eignen sich besonders gut für Räume mit großer Deckenhöhe. Konventionelle Heizungen geben einen hohen Anteil der Wärme in den oberen Raumbereich ab, wo sie nutzlos ist. Die Infrarotheizung hingegen gibt ihre Wärme gleichmäßig von oben an Personen und Objekte ab, wenn sie an der Decke montiert ist. Dafür gibt es spezielle Modelle in Kugelform. Über Infrarotheizungen, die für große Räume mit hohen Decken besonders geeignet sind, kann man sich hier näher informieren.

Einfache Installation von Infrarotheizungen

Die Montage von Infrarotheizungen ist denkbar einfach: Sie können entweder über einen sogenannten Schuko-Stecker oder von einem Elektriker ans Stromnetz angeschlossen werden. Elektroinstallationen in älteren Bauten besitzen unter Umständen zu wenige und zu schwache Sicherungen. Hier empfiehlt es sich, einen Elektriker um Rat zu fragen. Zur Montage der Infrarotheizung an Wand oder Decke gibt es besondere Halterungssysteme. Besteht die Heizung aus schwerem Naturstein, muss die Traglast der Wand beachtet werden.

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