Live und digital den Stromverbrauch verfolgen

Smart Metering-Zähler

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Mit Smart-Metering-Zähler den eigenen Stromverbrauch im Internet ablesen. © Bild: EnBW

Wird der Stromverbraucher gläsern? Vor- und Nachteile von Smart-Metering-Zählern.

Wie viel Strom verbrauche ich genau jetzt, in diesem Moment? Als Antwort blieb bislang nur der Blick auf das Rädchen im schwarzen Stromzählerkasten. Anhand seiner Drehgeschwindigkeit kann man aber höchstens einschätzen, ob der Verbrauch gerade hoch oder niedrig ist.
Mit Smart Meter Zähler lässt sich der eigene Stromverbrauch hingegen zeitgleich über das Internet ablesen.

Smart Metering-Zähler

Smart Meter sind Zähler, - übrigens ist das Prinzip auch für die Verbrauchsmessung von Gas oder Wasser im Einsatz - die den Stromverbrauch rund um die Uhr erfassen. Der mögliche Effekt: Wer seinen Verbrauch kontrolliert, spart Energie.

Verbrauchsdaten per DSL

Mit Smart Meter Zähler erübrigt sich auch die jährliche Strom-Ablesung: Ihre Daten werden, etwa über die DSL-Leitung, an den Messdienstleister übermittelt. Dieser schickt Ihnen jeden Monat eine verbrauchsgenaue Rechnung. Der Grundgedanke hinter der "intelligenten" Technik ist der des Smart Grids, des "intelligenten Stromnetzes". Ein solches Netz soll in der Lage sein, dezentrale Stromquellen wie Kleinwindanlagen, Blockheizkraftwerke oder Photovoltaikanlagen besser einzubinden. Smart Meter Zähler liefern die nötigen Daten hierfür.

 

 

Andererseits soll das "Smart Grid" stabiler und gleichmäßiger ausgelastet sein. Netzbetreiber wollen das erreichen, in dem Strom zu Zeittarifen angeboten wird. In Spitzenlastzeiten soll er teurer sein, in Randzeiten günstiger. Smart Metering Zähler helfen dabei, solche Zeiten genau zu identifizieren. Ab 2011 sind Stromanbieter dazu verpflichtet, unterschiedliche Tarife anzubieten.

Vorteile Smart Metering Zähler

  • Verbrauchsüberblick direkt am PC
  • Senkung der Stromkosten, z.B. durch gezielte Verlagerung von Wäsche waschen in den Spartarif oder Abschalten von offensichtlichen Stromfressern
  • Verträge mit Smart Metern gehen i.d.R. einher mit Spartarifen in den Abendstunden
  • Monatliche Rechnung nach tatsächlichem Verbrauch - keine Pauschale, keine Nachzahlung
  • Laut Experten sparen Nutzer von Smart Meter Zählern durch bewussten Verbrauch 5-10 % Strom 

Nachteile Smart Metering

  • Smart Meter sparen nicht automatisch, das Sparen bleibt jedem selbst überlassen
  • Die genaue Erfassung der Verbrauchsgewohnheiten ist datenschutzrechtlich bedenklich
  • Die Smart Metering Zähler verschiedener Anbieter sind nicht untereinander kompatibel - bei Stromanbieterwechsel könnte auch der Austausch des Zählers nötig werden
  • Bisher bieten nur zwei Stromanbieter bundesweit die Nutzung von Smartmetern an
  • Die Installation ist i.d.R. mit einer einmaligen Gebühr verbunden; wer den Smart-Meter Zähler wieder gegen einen anderen Zähler austauschen möchte, muss ggf. noch einmal bezahlen

Stromzähler-Pflicht

Nach EU-Gesetzen ist der Einbau intelligenter Stromzähler Pflicht bei Neubauten oder Komplettmodernisierungen. Anbietern von Zählern lässt das Gesetz aber viele Schlupflöcher. Für Interessenten gibt es bislang nur wenige Angebote.

 

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