Wärmequelle der Wärmepumpe entscheidet über die Effizienz
Welche Wärmepumpe passt zum Haus?
Die richtige Wärmepumpe finden Sie am besten mit einem Energieberater. Er braucht zunächst ein paar allgemeine Informationen. Je nachdem, wo und wie Sie wohnen, entscheidet er über die richtige Wärmepumpe. Ihre zukünftige Anlage wird dann genau auf Ihren Bedarf abgestimmt. Wichtig sind u.a.:
Voraussetzungen für Wärmepumpe / Faktoren
- Winter-Klima der Region
- Lage und Größe des Grundstücks
- Ggf. Boden/Grundwasser-Qualität
- Wärmebedarf des Hauses
- Heizgewohnheiten der Bewohner
- Sperrzeiten des Stromversorgers
- Ggf. Kennzahlen der vorhandenen Heizungsanlage
Unterschiede Wärmequelle/Wärmepumpe
Luft/Wasser-Wärmepumpe
(Wärmequelle Außen- oder Raumluft)
Relativ einfach installierbar. Standardmodell für die Heizungssanierung von Altbauten, aber geeignet für alle wärmegedämmten Gebäude ohne oder mit kleinem Garten. Ideal mit Flächenheizung in Fußboden oder Wand, ergänzt aber z.B. auch Öl- oder Gasbrennkessel. Platzsparend bei Innen- oder Außenaufstellung. Details
Sole/Wasser-Wärmepumpe
(Wärmequelle Erdreich)
Meistens als alleinige Heizung eingesetzt. Geeignet für Alt- und Neubauten mit großem, baumlosen Grundstück. Ein Erdkollektor benötigt zwei- bis dreimal so viel waagerechte Außenfläche wie die Fläche der beheizten Räume. Auch senkrecht in die Tiefe verlegte Erdsonden brauchen viel Grundstücksfläche (Mindestabstände untereinander bzw. zu unterirdischen Leitungen etc.). Bodenqualität muss stimmen: je feuchter desto besser. Optimal für den Kollektor ist wassergesättigter Sand/Kies; für Erdsonden Gneis oder Granit, gefolgt von Sandstein, Kalkstein und Ton. Trockener Sandboden bringt leider die wenigsten Watt pro m². Details für Erdwärmekollektoren Details für Erdsonden Details Sole Wasser Wärmepumpe mit Energiezaun
Wasser/Wasser-Wärmepumpe
(Wärmequelle Grundwasser)
Meistens als alleinige Heizung eingesetzt. Geeignet für Gebäude außerhalb eines Wasserschutzgebiets mit großem Garten. Erfordert zwei aufwendige Bohrungen für je einen Förder- und einen Schluckbrunnen. Details
Luft/Luft-Wärmepumpe
(Wärmequelle Abluft)
Eigentlich eine Lüftungsanlage mit zusätzlicher Wärmepumpe. Kommt für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser als Heizung und Lüftung in Frage. Details
CO2-Ersparnis Wärmepumpe
Bezeichnungen für Wärmepumpen
Auf den ersten Blick erscheinen die "Doppelnamen" für Wärmepumpen verwirrend. Unsere Tabelle zeigt die Logik dahinter: Das erste Wort bezeichnet immer das Transportmittel für die Wärme, das zweite die Wärmequelle.
| Sole** | Kältemittel* | Wasser | Luft | |
| Erdwärme | Sole/Wasser | Kältemittel/Wasser | ||
| Luft | Luft/Wasser | Luft/Luft | ||
| Grundwasser | Wasser/Wasser |
** Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch; durchströmt Erdkollektor (horizontal) oder Sonde (senkrecht im Boden)
* benötigt Erdkollektor aus Kupferrohr
Bezeichnung nach Temperaturbereich
Fachleute bezeichnen Wärmepumpen auch gerne nach dem Temperaturbereich:
- Bis 55°C: Niedertemperatur-Wärmepumpe (für Warmwasser ggf. zusätzlich: Solarthermie, Brauchwasser-Wärmepumpe)
- Bis 65°C: Mitteltemperatur-Wärmepumpe
- Bis 75°C: Hochtemperatur-Wärmepumpe
Welche Wärmepumpe zum Einsatz kommt, entscheiden die individuellen Gegebenheiten und die Frage, ob die Anlage allein (monovalent) oder parallel zu einem zweiten Wärmeerzeuger (bivalent; kann z.B. auch ein Elektroheizstab sein) betrieben werden soll.
Linktipps
- Das Schweizer Wärmepumpen-Testzentrum Buchs stellt im Internet Listen mit Prüfresultaten von Geräten verschiedener Hersteller bereit.
- Wärmepumpen Beratung vor Ort: Unsere geprüften Heizungsbauer beraten Sie gerne und erstellen bei Bedarf ein unverbindliches Angebot.








































