Dauerbrenner oder Strohfeuer?

Kaminofen kaufen

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Klären Sie vor dem Kamin-Kaufen unbedingt, wie Sie Ihren Ofen nutzen möchten.

Billig heißt oft teuer: Wer gut investiert, hat länger Freude. Kaminofen-Kauf in drei Schritten.

Wer beim Kamin-Kaufen allein nach Preis und Optik entscheidet, riskiert teure Nachrüstungs-maßnahmen oder sogar einen kompletten Fehlkauf. So gehen Sie am besten vor:

1. Termin mit dem Schornsteinfeger machen

 

Prüfen, ob der Anschluss überhaupt problemlos möglich ist, welches technische Modell in Frage kommt und welche Auflagen in Ihrem Bundesland erfüllt werden müssen.

2. Entscheiden, wie Sie den Ofen nutzen möchten

Ständig oder nur zu einzelnen Gelegenheiten? Zum Beheizen des Raumes oder der gesamten Wohnung? Zur Erzeugung von warmem Wasser? Je nachdem brauchen Sie mehr oder weniger Leistung und zusätzliche Anschluss-Maßnahmen wie Luftkanäle oder Wasserrohre. Hieran entscheidet sich nicht nur der Preis, sondern auch, ob Sie Ihren Ofen im Baumarkt oder Fachhandel kaufen. Material-Qualität und Design spielen auch noch eine Rolle bei der Kaufentscheidung.

3. Fachgerechter Anschluss vom Ofenbauer

Der Schornsteinfeger muss ihren Ofen abnehmen, schon allein wegen der Versicherung. In verschiedenen Bundesländern gelten unterschiedliche Sicherheitsvorschriften wie Abstand des Ofenrohrs zur Wand oder Feuerschutz des Fußbodens.

 

Schon gewusst?

Wer es ganz exklusiv haben will, dem empfehlen wir einen wasserführenden Kaminofen: So ein Gerät verfügt über einen Anschluss an die zentrale Heizungsanlage. So dient ein Teil der Ofenwärme sogar zum Duschen.

Kaminöfen und Wärmeschutz

In luftdichte oder auch nur gut gedämmte Gebäude gehört auf jeden Fall ein raumluftunabhängiger Ofen. Solche Modelle ziehen die Luft von außen an und riskieren nicht, aus Sauerstoffmangel in der Wohnung giftiges Kohlenmonoxid zu verbrennen. Achtung: Frischluftstutzen sind oft im Preis enthalten, der Frischluft-Anschluss versursacht aber Extra-Kosten (Luftrohr, Wandöffnung etc.). Öfen zum Beheizen einzelner Räume sollten weniger Leistung haben als die handelsüblichen 6-8 kW.

 

Allgemeine Kauftipps

  • Billige Öfen werden bei häufigem Gebrauch schnell undicht, weil sich die Tür und andere direkt dem Feuer ausgesetzte Teile verbiegen. Weitere typische Schwachpunkte sind brüchige Scharniere, mangelhafte Dichtungen, schwer gängige Türen und Verstellhebel sowie ungeschliffene, scharfe Kanten. Billige Modelle erfüllen häufig nicht die Feinstaubverordnung (Nachrüstung fällig!), der Kaufpreis enthält oft nicht das nötige Zubehör (Rohr, Rosette, Muffe). 
  • Ein guter Ofen besitzt einen schamottierten Brennraum. Eine intelligente Luftströmung sorgt für eine verbesserten Feuerung, einen höheren Wirkungsgrad, weniger Schadstoffausstoß und eine nicht verrußende Scheibe.
  • Luftdichtheit ist wichtig, damit der Ofen keine Falschluft zum Verbrennen anzieht. Der heiße Rauch wird im Ofen mit der Verbrennungsluft verwirbelt.
  • Ersatzteile sollten lange erhältlich und erschwinglich sein.
  • Überdimensionierte Öfen sind genauso ineffizient wie Billigmodelle.
  • Nur ein DIN- oder CE-Zeichen auf dem Typenschild gelten als verlässlicher Qualitätsnachweis. 
  • Leichtgängige Ofentür und Verstellhebel?
  • Die Bleche sollten robust und gut lackiert sein. Leicht-Gewicht-Öfen taugen weniger! 
  • Ein raumluftabhängiger Kaminofen braucht einen Raum mit einem Luftvolumen, das, in Zahlen ausgedrückt, mindestens dem Vierfachen seiner Leistung entspricht. Bsp: Ein Ofen mit 6 kW braucht 24 m³ Luftvolumen.
 

Schon gewusst?

  • Der Abstand zum Schornstein darf nicht zu groß und der Schornstein muss richtig ausgelegt sein.
  • Entspricht der Ofen nicht der "Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz" (Beim Händler vergewissern!), droht die Nachrüstung mit Filtern.
  • DIN-plus-Öfen erfüllen i.d.R. die Anforderungen ab 2015.
  • Wenn die die Wohnung eine Dunstabzugshaube enthält, braucht entweder der Ofen einen Fensterkippschalter (und funktioniert dann nur noch in Kippstellung des Fensters) oder der Abzug eine Frischluftzufuhr.
  • Auch bei raumluftunabhängigen Öfen muss eine ggf. vorhandene Lüftungsanlage für den Ofenraum einstellbar sein (Unterdruck vermeiden)!
 

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