Werden Solaranlagen noch gefördert? Ja, sie werden!

Photovoltaik: Förderung

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Selbst produzierter Solarstrom ist auf die Kilowattstunde umgerechnet nur etwa halb so teuer wie der kommerzielle Haushaltsstrom!

Den selbstgenutzten Anteil Solarstrom kann man sogar noch wesentlich durch die Nutzung eines Stromspeichers erhöhen – so ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial, mit dem sich die Refinanzierung der Anlage kalkulieren lässt.

Förderung für Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Solarstrom

  • KfW Förderkredit Photovoltaikanlagen

Staatliche Förderung für Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Solarstrom gibt es als zinsgünstigen Kredit von der KfW-Bank über das Programm "Erneuerbare Energie - Standard (270)".

  • Einspeisevergütung Photovoltaikanlagen

Für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom erhält der PV-Anlagenbetreiber vom Netzbetreiber (Eon, RWE, EnBW und Vattenfall) einen bestimmten Betrag, der sich nach dem Monat der Inbetriebnahme richtet und für 20 Jahre festgelegt wird.

  • Bafa / Bundesländer Förderung Photovoltaikanlagen

Förderprogramme des Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und  der Bundesländer sind aktuell nicht vorhanden bzw. vollständig ausgeschöpft. Eine erneute Aufstockung oder Förderprogramme ähnlicher Art sind derzeit nicht in Planung.

KfW Kredit für Photovoltaikanlagen

Die KfW fördert private Photovoltaikanlagen mit dem Kredit 270 "Erneuerbare Energien – Standard".

 

Die Konditionen

  • ab 1,03 % effektivem Jahreszins
  • bis zu 50 Mio. Euro Kreditbetrag
  • Gefördert wird die Errichtung, die Erweiterung und der Erwerb von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen einschließlich der zugehörigen Kosten für Planung, Projektierung und Installation.
  • Mitfinanziert werden können zudem ein Batteriespeicher sowie eine Dachsanierung 
  • Förderberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen - beispielsweise Genossenschaften, Stiftungen Vereine, Freiberufler und Landwirte.
    Privat­person sind antrags­berechtigt sofern ein Teil des er­zeugten Stroms ein­gespeist oder verkauft wird (ein Einspeise­vertrag ist nicht zwingend er­forderlich).
  • Die Anlagen müssen den Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien genügen.
  • Der Kreditantrag muss vor Beauftragung der Arbeiten bei der KfW eingehen.

Photovoltaik Einspeisevergütung

Photovoltaikanlagen werden vom Staat über die sogenannte Einspeisevergütung gefördert. Die Photovoltaik Einspeisevergütung ist im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgelegt. Die Höhe der Vergütung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Seit einigen Jahren wurde eine Degression eingeführt, die vom Zubau neuer PV-Anlagen abhängig ist. Am lukrativsten ist es derzeit, den erzeugten Solarstrom selbst zu verbrauchen.

 

Wie lang wird die Einspeisevergütung gezahlt?

Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre lang gezahlt. Es gilt für diese 20 Jahre der Einspeisevergütungssatz, der für den Monat der Inbetriebnahme festgelegt wurde. Hier ist das Inbetriebnahmeprotokoll ausschlaggebend.

 

Einspeisevergütung berechnen

Wie sich die Vergütungssätze auf die Wirtschaftlichkeit einer neuen Photovoltaik Anlage auswirken, können Sie ganz einfach mit unserem Photovoltaik Rechner herausfinden. Dieser nimmt den jeweils aktuellen Vergütungssatz als Berechnungsgrundlage.

 

Erweiterung einer bestehendem Photovoltaik-Anlage

Wenn eine bestehende Photovoltaik Anlage erweitert wird und die neue Anlage mit der alten Anlage vergütungsbezogen zusammengefasst wird, dann erhält die neue, erweiterte Anlage immer auch die aktuell gültige Einspeisevergütung.

 

Höhe der Einspeisevergütung nach Anlagengröße

  • Einspeisevergütung wird nur noch für Neuanlagen bis 100 kWp Nennleistung gewährt.
  • Neuanlagen über 100 kWp Nennleistung erhalten als Förderung eine sog. "Marktprämie", sind im Gegenzug jedoch verpflichtet einen Direktvermarkter mit der Vermarktung des eingespeisten Stroms zu beauftragen.
  • das Marktintegrationsmodell wurde wieder abgeschafft, d.h. Neuanlagen bekommen wieder für die gesamte Strommenge, die die Photovoltaik Anlage über das Jahr produziert, die Einspeisevergütung.

 

Weitere Verringerung der Einspeisevergütung

  • die monatliche Kürzung der Einspeisevergütung bleibt bestehen, sie sinkt seit August 2014 jedoch nicht mehr ganz so schnell.
  • Monat für Monat verringert sich die Einspeisevergütung ab sofort um 0,5% (vormals 1%).
  • Voraussetzung für diese weitere Kürzung ist, dass der Jahreszubau an Photovoltaik Leistung in Deutschland künftig zwischen 2.400 und 2.600 Megawatt liegt.
  • liegt der Zubau darüber wird die Einspeisevergütung stärker gekürzt als 0,5%, liegt der Zubau darunter wird die Einspeisevergütung weniger stark gekürzt (siehe EEG 2014).
  • Anpassungen an der Kürzungshöhe werden quartalsweise vorgenommen (zum 01. Januar, 01. April, 01. Juli und 01. Oktober) und gelten dann für das gesamte Quartal.

 

Eigenverbrauch von Solarstrom

  • für selbst verbrauchten Solarstrom gibt es weiterhin keine Vergütung (Eigenverbrauchsvergütung erhalten nur Anlagen die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 in Betrieb genommen wurden).
  • neu ist, dass auf jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom aus einer Photovoltaik Anlage eine Abgabe gezahlt werden muss.
  • 2019 beträgt die Abgabe 2,56 Cent / kWh (40% der EEG-Umlage von 6,405 Cent / kWh).
  • von der Abgabe auf den Eigenverbrauch befreit sind Inselanlagen, Neuanlagen mit weniger als 10 kWp Nennleistung sowie Bestandsanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden und vor diesem Datum bereits Strom selbst verbraucht haben.

 

 

 

Einspeisevergütung aktuell

 

Solardeckel 2020

Der Bundestag hat am 18. Juni 2020 der Abschaffung des Solardeckels zugestimmt. Die Zustimmung des Bundesrates folgte am 3. Juli 2020. Die Einspeisevergütung wird weiter gewährt.

Für den Herbst 2020 wird eine Novellierung des Erneuerbare-Energiengesetzes erwartet. In welcher Form die Vermarktung von nach 20 Betriebsjahren aus der Einpeisevergütung gefallenem Strom und vor allem die Fortdauer der Einspeisevergütung selbst geregelt werden, ist derzeit noch Gegenstand politischer Diskussion. (Stand August 2020)

 

 

So funktioniert eine Photovoltaik-Anlage. Quelle: KfW

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ACHTUNG: Manche Fördermittel nur mit Energieberater!

 

Sie wollen einen zinsgünstigen KfW-Kredit oder einen KfW-Zuschuss aus dem Bereich “Energieeffizient Bauen und Sanieren“ für Ihre geplante Maßnahme beantragen? Für beide Fördervarianten schreibt die KfW vor, dass ein KfW-zugelassener Energieberater die Maßnahme plant und den Antrag für Fördermittel stellt.

 

Tipp: Energieberater sind Fördermittelexperten!
Im Rahmen der Vor Ort-Energieberatung bieten die Energieberater auch eine individuelle Fördermittelberatung an.


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