Welche Kriterien entscheiden über Holz- oder Kunststoff-Rahmen?
Passivhaus: Fenster
Passivhausfenster sind Wohlfühlgaranten im Winter: Durch die Dreifachverglasung sinkt selbst bei Frost die innere Oberflächentemperatur nicht unter 17 °C. Nur mit solchen Fenstern kann das Passivhaus genügend Wärme speichern und auf eine "aktive" Heizung verzichten.
Kosten
Solche Qualität hat ihren Preis: Nach einer Studie des ILS NRW machen die Fenster sage und schreibe fast 10 % der Bauwerkskosten aus. Im Schnitt bezahlten die Bauherren 122 € pro Quadratmeter Wohnfläche für die Fenster. Die als günstig geltenden Kunststoffrahmen zeigten sich überraschend teurer als Holzrahmen. Die Mehrkosten für Passivhausfenster werden im Lauf ihrer Lebensdauer durch die Energieersparnis aufgefangen.
Besonderheiten
Die beeindruckenden Dämmeigenschaften ergeben sich aus einer hochentwickelten Wärmeschutzverglasung und speziellen Fensterrahmen.
- Alle drei Scheiben sind hauchdünn mit Metall als Wärmeblocker beschichtet. Die Zwischenräume sind mit leitunfähigem Edelgas befüllt
- Die Rahmen sind oft "Sandwichkonstruktionen" aus Holz und Aluminiumblech mit einem Dämmkern aus Polyurethanschaum. Im Innern sind Luftkammern, die Fenster und Hauswand thermisch voneinander trennen
- Für die Montage gibt es spezielle Dichtungsbänder und anderen Hilfsmittel, um Lücken in Dämmung und luftdichter Hülle zu vermeiden
Kauf
Das CE-Siegel garantiert die Einhaltung von EU-Normen. Es bietet Bauleuten Anhaltspunkte zur Kaufentscheidung: Der CE-Zusatz "Komfort" besagt, dass der Hersteller regelmäßig durch die Normenkontrolleure überprüft wird. "Premium"-Fenster werden unter bestimmten Umweltschutzkriterien hergestellt.
Schon gewusst?
- Passivhausfenster besitzen einen niedrigen U-Wert (also hohen Wärmeschutz) und einen hohen g-Wert (sie lassen viel Sonnenlicht durch). In Zahlen ausgedrückt beträgt der Wärmeverlust 0,5 bis 0,8 W/m² K (Watt pro Quadratmeter Kelvin)
- Die thermisch optimale Einbau-Ebene liegt in der Mitte der Dämmschicht. Die Fenster auf keinen Fall innenwandbündig einbauen!
Welches Passivhaus-Fenster und -Rahmen?
Da Passivhausfenster auch schon in Standardhäusern Verwendung finden, wächst der Markt stetig. Große Unterschiede gibt es bei den Rahmen.
Kunststoffrahmen
- Gute Wärmedämmeigenschaften
- Witterungs-, korrosions-, (relativ) farbbeständig
Holzrahmen
- Gute Ökobilanz
- Natürliches Ambiente
Rahmen aus Holz und Aluminium
- Sehr gute Wärmedämmeigenschaften
- Sehr lange Lebensdauer
- Pflegeleicht und wartungsfrei
Linktipps
- Vergleiche unsere Seite Fenster Sanierung
- Die Studie zum Wohnen im Passivhaus des ILS NRW (Institut für Landes- und Stadtentwicklungs-Forschung) kann man bestellen






































