Passivhaus-Kosten bleiben deutlich unter 1.500 € pro Quadratmeter

Sind Passivhaus-Kosten höher?

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Wer clever plant, hält die Passivhaus-Kosten im Rahmen.

Die Geschichte vom teuren Passivhaus entpuppt sich nach einer Studie als Märchen.

Je nach den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten gibt es beim Passivhaus-Preis nach oben kein Limit. Die Mehrkosten in der Anschaffung liegen nach einer Faustregel bei ca. 10 %. Die Dämmung der Außenwände und die dreifach verglasten Fenster sind kosten­intensiv. Wegen der sensationell niedrigen Betriebs­kosten spart ein Passivhaus in 50 Jahren gegenüber einem Standardhaus 100.000 € ein. Die höheren Investitionskosten gleichen oft Fördermittel wieder aus.

Baukosten - Energiekosten

Wegen der Fördervorteile fürs Energiesparen bleibt die finanzielle Belastung durch ein Passivhaus in den ersten zehn Jahren geringer als bei einem Standard-Haus. Sind nach ca. drei Jahrzehnten die Kredite abbezahlt, profitieren Hausbesitzer zu 100 % von den geringen Energiekosten. Selbst wenn der Ölpreis sich 2040 auf dem Niveau Stand 2009 bewegen würde, kämen Passivhausbesitzer günstiger weg.

Passivhaus Baukosten

Das ILS NRW hat die reinen Baukosten für Passivhäuser in NRW bis einschl. 2010 untersucht:

  • Einfamilienhaus: 1.375 € pro Quadratmeter Wohnfläche 
  • Doppelhaushälfte: 1.390 €/m² WF
  • Reihenhaus:1.280 €/m² WF 

Laut der Studie des ILS waren die sogenannten 3-Liter-Häuser (nächsthöchster Energiesparstandard) im Schnitt ca. 8 % billiger als Passivhäuser.

 

Eine Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) aus dem Jahr 2019 hat die Kostensteigerungen für Neubauten unter die Lupe genommen und beziffert die Baukosten für Häuser im EnEV-2016-Standard mit durchschnittlich 1.666 Euro  pro m². Beim Effizienzhaus steigt der Wert laut Analyse auf 1.926 Euro pro m².

 

Weitere Infos finden Sie auf unserer Seite Kosten-Nutzen-Bilanz beim Bau.

 

Linktipps

  • Mehr zu Amortisierung von Passivhäusern und Niedrigenergiehäusern im Vergleich unter Kosten/Nutzen.
  • Die Studie zum Wohnen im Passivhaus ILS NRW (Institut für Landes- und Stadtentwicklungs-Forschung) kann man bestellen.
  • Sind Passivhäuser wirtschaftlich? Die IG-Passivhaus informiert.
 

Die KfW und der Begriff Passivhaus

Vor einigen Jahren galten noch die Effizienzstandards KfW 115, 100, 85 und 70 als energetisch förderungswürdig. Mit jeder Verschärfung der Energie Einsparverordnung (EnEV) hat auch die KfW die Anforderungen an die von ihr geförderten KfW-Effizienzhäuser angepasst.

 

Heute werden nur noch KfW-Effizienzhaus 55 und KfW-Effizienzhäuser 40 und 40 Plus gefördert.

 

Der Begriff „Passivhaus“ ist aus dem KfW-Vokabular praktisch verschwunden, weil er für die Richtlinien, anhand derer Bauherren Kredite beantragen und Tilgungszuschüsse in Anspruch nehmen können, zu ungenau ist.

In den Technischen Mindestanforderungen zu Förderprogramm 153 heißt es:

"Für ein Passivhaus ist der Nachweis gemäß den Bilanzierungsvorschriften für KfW-Effizienzhäuser zu führen. Das heißt, dass der Jahres-Primärenergiebedarf (QP) und der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene Transmissionswärmeverlust (H’T) des Neubauobjekts auf Grundlage der Bilanzierungsvorschriften für ein KfW-Effizienzhaus 40, 40 Plus oder 55 zu ermitteln sind. Alternativ kann für ein Passivhaus auch das KfW-Effizienzhaus 55 nach Referenzwerten nachgewiesen werden."

 

Alle heutigen Effizienzhäuser sind also gute oder sehr gute Passivhäuser. Der eigentliche Begriff ist jedoch überholt.

 

 

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