Neue Gasheizung: Umweltschonend und sparsam

Moderne Gaskessel sind so günstig in der Anschaffung wie kein zweites Heizsystem und dank neuer Technik wesentlich effizienter als ihre Vorgänger. Viele Modelle sind vorsorglich für Solarkollektoren ausgestattet...

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Moderne Gasbrennwertkessel sehen den alten zwar noch ähnlich. Dank der modernen Technik im Inneren sind sie aber wesentlich „sauberer“ und effizienter. Gegenüber einem alten Ölkessel spart ein Gas-Brennwertkessel sogar bis zu 40 % Heizkosten ein. Wer seinen alten Kessel ausrangiert, fährt mit einem Gas-Brennwertkessel gut und günstig. Leider setzt auch die sparsamste Gasheizung immer noch 10-mal mehr CO2 frei als eine Holzheizung, auch der Gaspreis ist weniger stabil als der von Holz, obwohl sich Gas in den letzten Jahren eher moderat verteuert hat.

Umweltfreundliche Komponente: Warmwasser-Pufferspeicher

Wer seinen Gasverbrauch optimieren will, kann den Gasbrennwertkessel an einen Pufferspeicher anschließen. Pufferspeicher sind wärmeisolierte Wassertanks, die den Stop-and-Go-Betrieb des Brenners verhindern. So machen sie die Anlage wirtschaftlicher. Pufferspeicher sind auch die Voraussetzung für die Nachrüstung mit Sonnenkollektoren.

Umweltfreundlichste Kombination: Heizen mit Gas, Warmwasser mit Sonnenenergie

Die meisten Gas-Brennwertkessel können sofort oder nach einigen Jahren mit Solarkollektoren nachgerüstet werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die nötigen Anschlüsse vorhanden sind! Schon beim heutigen Gaspreis (2012) spart die zusätzliche Solaranlage für warmes Wasser jährlich bis zu 200 € Energiekosten.

 

Kosten

Die billigsten Gasbrennwertkessel sind schon für 3.000 € zu haben. Dazu kommen Kosten von Montage und sonstiger anfallender Arbeiten. Vorhandene Heizkörper können weiter genutzt werden. Gasbrennwertkessel mit Warmwasserpufferspeicher kosten 4.500 € bis 6.000 €. An den meisten Kosten beteiligt sich der Staat durch einen Zuschuss oder zinsgünstigen Kredit.

Schon gewusst?

Eine Förderung müssen Sie gemeinsam mit einem Energieberater beantragen. Unsere Energieberater helfen Ihnen.

Wenn schon, denn schon: Heizungen mit regenerativer Energie

Ressourcen schonen ist angesagt: Ein alter Gaskessel kann etwa durch eine Kombination aus Sonnenheizung und einer Holzheizung ersetzt werden. In gut gedämmten Häusern kommen auch Wärmepumpen in Frage. Vielversprechend sind auch die neuen Mikro-Blockheizkraftwerke fürs Einfamilienhaus. Sie erzeugen Wärme und decken gleichzeitig einen Teil des eigenen Strombedarfs.

Heizung und Dämmung gehören zusammen

Wird das Haus später einmal gedämmt, ist die neu angeschaffte Heizung plötzlich viel zu groß - eine teure Fehlinvestition! Viele Eigentümer sind schon in diese „Heizungsfalle“ gegangen. Daher empfehlen wir: Erstellen Sie erst einen Sanierungsplan mit Ihrem Energieberater und entscheiden Sie dann über die optimalen Sparmaßnahmen. Unsere Energieberater helfen Ihnen.

 

Gesetzliche Pflicht: Austausch der Heizanlage

 

Welche rechtlichen Grundlagen gelten?

Die Heizungs-Austauschpflicht ab 2020 ist im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgeschrieben Das Dokument vereint das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), um das deutsche Energiesparrecht deutlich zu vereinfachen. Die entsprechende Nachrüstpflicht ist dabei in § 72 zu finden.

 

Welche Heizungen sind aktuell (Stand 2020) betroffen?

Alle Heizkessel mit einer Leistung von 4 bis 400 Kilowatt, die:

  • Heizöl-, Erd- oder Flüssiggas verbrennen
  • vor über 30 Jahren eingebaut wurden 
  • nicht auf Nieder- oder Brennwerttechnik basieren

 

Wie erkenne ich, ob meine Heizung betroffen ist?

  • Betroffene Konstanttemperaturkessel wurden noch bis in die 80er Jahre in Betrieb genommen und sind daran zu erkennen, dass sie das ganze Jahr über mit gleich hohen Heizwassertemperaturen laufen. Bei neueren Niedertemperaturgeräten kann die Vorlauftemperatur beliebig nach oben oder unten geregelt werden.
  • Das Alter ist in der Regel auf dem Typenschild abzulesen. Ersatzweise helfen alte Rechnungen, Produktunterlagen, Datenblätter oder Dokumente der Schornsteinfeger weiter.
  • Die nicht betroffenen Brennwertkessel sind darüber hinaus auch am Abwasseranschluss zu erkennen

 

Welche Alternativen gibt es?

Neu ist gut, erneuerbar ist besser, daher:

 

Welche Förderungen gibt es?

Für den Austausch einer Gasheizung gegen eine erneuerbare Energieform erhalten Sie bis zu 35 Prozent Förderung. Das Ende einer Ölheizung wird mit 45 Prozent der Kosten gefördert. Förderanträge werden vor Beauftragung eines Fachbetriebes online über die BAFA-Webseite gestellt.

 

Welche zukünftigen Entwicklungen gibt es?

Mit dem Klimapaket hat sich die Bundesregierung auch auf ein baldiges Verbot von Ölheizungen geeinigt. Dieses betrifft den Einbau neuer Kessel und ist damit keine Heizungs-Austauschpflicht. Wer ab 2020 einen neuen Wärmeerzeuger installieren lassen muss, sollte allerdings einen Wechsel des Energieträgers in Betracht ziehen.
Denn mit dem Ölheizungsverbot könnte der Wert ölbeheizter Gebäude ab 2026 sinken.

 

Ein weiterer Austauschgrund: Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es seit 2020 eine hohe Austauschprämie für alte Ölheizungen. Diese ist abhängig vom neuen Heizsystem mit Zuschüssen von 40 bis 45 Prozent verbunden und nur dann erhältlich, wenn die bestehende Anlage noch nicht von der Austauschpflicht betroffen ist. Wer zu lange wartet, verschenkt also also hohe staatliche Zuschüsse!

 

Das Verbot von Ölheizungen wurde bereits in das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingearbeitet und soll ab 2026 gelten. Es ist unter § 72 „Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen“ zu finden.

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