13.04.2021

3 Gründe, warum die Sanierung vor dem Verkauf einer Immobilie lohnt

Handwerker,Fenster, modernisieren

Alte Fenster wirken sich negativ auf den Verkaufspreis aus.

Wer eine Immobilie besitzt und sie verkaufen möchte, der sollte überlegen, ob nicht eine Sanierung vor dem Verkauf sinnvoll wäre.

Eine solche Maßnahme bringt verschiedene Vorteile, z. B., wenn man vor der Veräußerung sein Haus schätzen lassen möchte. Drei wichtige Gründe, die für eine Sanierung sprechen, nennen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Höherer Wert durch Sanierung

Ziel jedes Verkaufs ist es ja, einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Das gilt auch für Immobilien. Aus diesem Grund sollten Immobilieneigentümer in Betracht ziehen, ihre Immobilie noch sanieren zu lassen, bevor sie sie auf dem Immobilienmarkt anbieten. Warum dies sinnvoll sein könnte? Ganz einfach, weil eine Sanierung den Wert der Immobilie steigert und zudem das Interesse potenzieller Käufer weckt. Viele Käufer möchten bei einer erworbenen Immobilie nicht auch noch kostenintensiven Baumaßnahmen durchführen, was bei einer bereits vorgenommenen Sanierung hinfällig wäre.

Durch Sanierungsmaßnahmen werden „Alterserscheinungen“ der Immobilie beseitigt, etwa alte Rohrleitungen, Fenster und Türen oder auch die Elektrik erneuert. Zudem finden in diesem Rahmen meist auch energetische Sanierungsmaßnahmen statt. Wird die Immobilie dann im Zuge einer Immobilienberatung durch erfahrene Immobilienexperten wie André Heid bewertet, ist das Ergebnis ein deutlich höherer Verkehrswert, als dies bei einer nicht sanierten Immobilie der Fall wäre.  Kompetente Gutachter berücksichtigen neben vielen anderen Faktoren auch eine durchgeführte Sanierung. Haus oder Wohnung erzielen so, mit dem ermittelten Verkehrswert als Grundlage, beim Verkauf meist einen besseren Preis.

Sanierung führt zu besserem Energiestandard im Energieausweis

Wird eine Immobilie saniert, steht eigentlich immer auch eine sogenannte energetische Sanierung mit an. Das bedeutet, dass das Gebäude eine neue Wärmedämmung für die Fassade und das Dach erhält. Auch Fenster und Türen mit niedrigem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) werden installiert. Zudem ist der Austausch der Heizungsanlage oder die Montage einer Photovoltaik-Anlage ein Bestandteil der energetischen Sanierung.

Soll die Immobilie verkauft werden, benötigt der Eigentümer einen Energieausweis, der dem Käufer zeigt, welchen Energiestandard das Gebäude besitzt. Das Vorlegen des Energieausweises beim Verkauf ist gesetzliche vorgeschrieben. Einen solchen Ausweis kann ein Immobiliensachverständiger ausstellen und wenn man sein Haus schätzen lassen will, kann der beauftragte Gutachter den Energieausweis erstellen. Je umfangreicher die Sanierung war, desto besser sieht der Energieausweis aus. Auch dadurch steigt der Wert der zu verkaufenden Immobilie.

Steuervorteile bei Sanierungsmaßnahmen

Für den Immobilieneigentümer fallen zunächst einmal hohe Kosten an, wenn er sein Haus sanieren lässt. Allerdings hat der Gesetzgeber Möglichkeiten geschaffen, bestimmte Kosten einer Sanierung steuerlich geltend zu machen.

Wer eine selbst genutzte Immobilie saniert, der kann beispielsweise anfallende Fahrt- und Lohnkosten für Handwerksarbeiten sowie Mietkosten für Arbeitsgerät bis zu einem Betrag von 1.200 Euro jährlich geltend machen. Das sind immerhin 20 Prozent.

Für energetische Sanierungen gelten seit dem 1.1.2020 neue Steuervorteile. Wird eine Immobilie energetisch saniert, kann man nicht nur die Lohn- und Fahrtkosten geltend machen, sondern sämtliche Aufwendungen. So lassen sich für anfallende Sanierungskosten von 200.000 Euro in einem Zeitraum von drei Jahren in den entsprechenden Steuererklärungen bis zu 40.000 Euro steuerlich absetzen.

Den finanziellen Aufwand für Sanierungen, zumal energetische Sanierungsmaßnahmen, kann man als Eigentümer über staatliche Förderungen, beispielsweise über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) abfedern. Nimmt man eine Förderung in Anspruch, fällt allerdings der Steuerbonus für Handwerkerkosten weg. Um solche Förderungen in Anspruch nehmen zu können, muss eine Immobilie mindestens 10 Jahre alt sein. Für Gebäude jüngeren Datums gibt es keine Förderung, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass sie automatisch nach modernen Maßstäben hinsichtlich ihrer Energieeffizienz errichtet wurden.

Was noch für eine Sanierung vor dem Verkauf spricht

Manchmal scheint es kostengünstiger zu sein, eine Bestandsimmobilie abzureißen und einen Neubau zu planen. Das ist allerdings nicht möglich, wenn es sich um ein Gebäude handelt, das unter Denkmalschutz steht. In diesem Fall ist ein Abriss verboten und es bleibt nur die Sanierung. Bei den Planungen sollte man immer die Denkmalschutzbehörde mit einbinden, sonst kann dies zu hohen Strafen führen, weil man bei der Sanierung eventuell Maßnahmen durchführt, die der Denkmalschutz untersagt. Das betrifft sehr oft die Veränderung der Bausubstanz oder der Fassade.

Eine Sanierung kann immer auch als Beitrag zum Umweltschutz angesehen werden. Durch die verbesserte Dämmung geht weniger Heizenergie verloren, das reduziert den Energieverbrauch und senkt die Energiekosten. Das ist zwar auf lange Sicht vor allem für den Käufer ein Vorteil, aber als Verkäufer kann man die Sanierung als Kaufargument und Begründung für einen höheren Verkaufspreis in die Verhandlungen einbringen. Die Sanierung bringt also beiden Parteien Vorteile.

Fazit – Sanierung vor dem Immobilienverkauf hat mehr Vorteile als Nachteile
Unbestreitbar ist eine Sanierung mit viel Aufwand verbunden und verursacht Kosten. Dennoch bringen entsprechende Maßnahmen für einen verkaufswilligen Immobilieneigentümer aber auch Vorteile mit sich. Ist die Sanierung auch energetisch, steigert man dadurch den Wert enorm und kann potenziellen Käufern einen besseren Energieausweis vorlegen. Wenn man nach einer Sanierung sein Haus schätzen lassen sollte, wird der Immobiliengutachter einen Verkehrswert ermitteln, der deutlich höher liegt, als vor der Sanierung. Da das Ergebnis der Immobilienbewertung die Basis für den Verkaufspreis darstellt, kann man die sanierte Immobilie natürlich teurer verkaufen, als dies in unsaniertem Zustand möglich gewesen wäre.


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