16.09.2021

Effizient Heizen mit Kaminöfen

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Ein Kaminofen sorgt für Wärme und ein Wohlgefühl.

Wer träumt nicht davon, in der kalten Jahreszeit gemütlich im Wohnzimmer zu sitzen und dabei die Wärme eines knisternden Kaminfeuers zu genießen.

Bis vor wenigen Jahren galt der Kaminofen in der eigenen Wohnung noch als echtes Luxusgut. Doch mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle, die zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Wer selbst mit dem Gedanken spielt, einen Kaminofen zu kaufen, sollte sich allerdings im Vorfeld ein wenig mit den Unterschieden der einzelnen Modelle beschäftigen.
   

Früher war ein Kamin die einzige Kochstelle im Haus und lieferte zusätzlich auch noch etwas Wärme. Bei den heutigen Kaminöfen stehen hingegen die Wärmegewinnung und die Ästhetik im Vordergrund.

Kamin, Ofen, Kaminofen: Was ist eigentlich der Unterschied?

Wer von Kaminen und Öfen spricht, kommt mit den Begriffen sehr schnell durcheinander. Und zugegeben: Immer eindeutig sind die Unterschiede bei der Benennung nicht.
Der Kamin war in früheren Zeiten die Kochstelle eines Hauses und diente als Backofen und Herdplatte gleichermaßen. Die klassischen Kamine sind offen. Neuere Modelle werden hingegen auch zum Heizen verwendet und sind geschlossen, damit sie die Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erfüllen. Im süddeutschen Raum wird darüber hinaus auch der Schornstein als Kamin bezeichnet.
Der Ofen hat in der Regel immer eine Klappe vor der Türe und einen geschlossenen Feuerraum. Im Gegensatz zum Kamin kann er frei im Raum platziert werden. Im Vordergrund steht vor allem der praktische Aspekt der Wärmeabgabe.
Den Begriff Kaminofen gibt es seit rund 50 Jahren. Gemeint sind damit in den meisten Fällen Öfen mit einer verglasten Türe oder Klappe. Der Kaminofen dient neben der Wärmegewinnung vor allem als optischer Blickfang im Wohnzimmer.
 

Als Kamin wird in der Regel eine offene Feuerstelle bezeichnet. Im Gegensatz zu einem Kaminofen hat diese einen wesentlich niedrigeren Wirkungsgrad. Darüber hinaus ist der Betrieb viel gefährlicher.

Kaminofen im Vergleich: Welche Kamin-Typen gibt es?

Wer der Meinung ist, dass sich ein kleiner Kaminofen auch in seiner Wohnung gut machen würde, findet beispielsweise bei Händlern wie Toom eine riesige Auswahl unterschiedlicher Modelle. Egal ob rund oder eckig, mit oder ohne Kacheln, groß oder klein: dem persönlichen Geschmack sind bei einem Kaminofen keinerlei Grenzen gesetzt.
Je nach Bauweise des Kamins wird dabei vor allem nach der Wärmeabgabe unterschieden. Die sogenannten einwandigen Öfen geben einen Großteil der Wärme über die Feuerraumscheibe an ihre Umgebung ab. Die doppelwandigen Konvektionsöfen haben in der Verkleidung Luftaustritte, über die die Wärme im ganzen Raum ausströmen kann.
Auch im Hinblick auf das Material unterscheiden sich die Kaminöfen. Wer einen Ofen haben möchte, der die Wärme über einen sehr langen Zeitraum langsam abgibt, ist mit einem Modell aus Natur- oder Sandstein sehr gut beraten. Die Modelle aus Stahl sind hingegen sehr robust und langlebig und eignen sich vor allem für Räume, die schnell aufgewärmt werden sollen.

Welche Vorteile bietet ein Kaminofen gegenüber anderen Öfen?

Je nachdem, mit welcher Art von Ofen ein Kaminofen verglichen wird, bietet er unterschiedliche Vorteile. Gegenüber einem Elektrokamin besteht der Vorteil darin, dass er nicht elektrisch ist, sondern es sich dabei um eine echte Flamme handelt und der Ofen somit auch keinen Strom verbraucht.
Wichtiger Hinweis: Ist bei einem Kaminofen in der Produktbeschreibung ein Wert in kW (Kilowatt) angegeben, heißt das nicht, dass der Ofen Strom benötigt. Dabei handelt es sich um die Heizleistung des Ofens.
Für einen Gaskamin wird eine externe Gasleitung oder eine Gasflasche benötigt. Darüber hinaus werden die typischen Holzfeuereffekte nur künstlich erzeugt.
Gegenüber einem Kachelofen, der fix an einem Standort verbaut werden muss, besteht der größte Vorteil des Kaminofens in seiner Flexibilität. Wenn der Raum umgestaltet wird, kann auch der Kaminofen einfach an einem anderen Standort platziert werden.
Ein offener Kamin sieht zwar ebenfalls hübsch aus, allerdings ist der Betrieb sehr gefährlich. Im Gegensatz zum Kaminofen darf er für keine Sekunde aus den Augen gelassen werden.

Heizt ein offener Kamin besser als ein Kaminofen?

Ein offener Kamin heizt darüber hinaus in der Regel wesentlich schlechter als ein Kaminofen. Der Wirkungsgrad ist wesentlich niedriger. Das liegt vor allem daran, dass die meiste Wärme sofort wieder durch den Kamin abzieht und nur ein geringer Teil der Wärme im Raum bleibt.
Ein offener Kamin hat im Durchschnitt einen Wirkungsgrad von rund 15 Prozent. Qualitativ hochwertige Kaminöfen erreichen hier hingegen meistens einen Wert von mehr als 80 Prozent.
Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass der Wirkungsgrad nicht der einzige Faktor ist, auf den es beim richtigen Heizen ankommt. Auch wenn es paradox klingt: Wer auf lange Sicht Heizkosten sparen möchte, kann dies vor allem durch richtiges Lüften erreichen.
Wie wird ein Kaminofen fachmäßig betrieben?
Für den richtigen Betrieb eines Kaminofens ist vor allem der Brennstoff entscheidend. Denn nicht alles, was den Ofen theoretisch beheizen könnte, darf in der Praxis aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland, aber vor allem aus Rücksicht auf unsere Umwelt verwendet werden. Altpapier, Abfälle und behandeltes Holz sind kein geeignetes Futter für den Kaminofen.
Nach den gesetzlichen Vorgaben darf die Restfeuchte im Holz nicht mehr als 25 Prozent betragen. Für den Ofen sind unter anderem die folgenden Holzarten gut geeignet und legal:

  • Buche
  • Eiche
  • Esche
  • Birke
  • Fichte
  • Kiefer

Nadelhölzer wie etwa Fichte und Kiefer brennen sehr schnell an und produzieren somit auch rasch Wärme. Deshalb sind sie vor allem zum Anfeuern des Ofens sehr gut geeignet. Harthölzer wie Eiche oder Buche haben hingegen einen wesentlich höheren Brennwert und sollten dann zum Einsatz kommen, wenn das Feuer bereits lodert.

Raumluft oder externe Zuluft?

Eine wichtige Rolle bei einem Kaminofen spielt auch die Frischluftzufuhr. Dabei wird primär zwischen zwei unterschiedlichen Arten unterschieden: Externe Luftzufuhr und Raumluft.
Ein großer Vorteil bei der externen Luftzufuhr ist, dass nur Frischluft von außen verwendet wird. Darüber hinaus wird die bereits aufgewärmte Luft im Raum nicht noch ein zweites Mal für die Verbrennung verwendet.
Ein sogenannter raumluftabhängiger Kaminofen erhält die Luft für die Verbrennung direkt aus dem Raum, in dem er aufgestellt ist. Er benötigt zwar keinen eigenen Anschlussstutzen, um auf externe Verbrennungsluft zugreifen zu können, dafür muss der Raum regelmäßig mit frischem Sauerstoff versorgt werden.

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