17.11.2021

Energiesparen heißt: Weniger Verbrauch, günstigerer Einkauf

Energie, sparen, Geld, Umwelt, Schwein, Lampe, grünes Licht

Es gibt viele Möglichkeiten Energie zu sparen.

Über steigende Energiekosten wird vielerorts geächzt. Doch die Politik, die die Entscheidung fällen könnte, die Preise für die Verbraucher zu deckeln, reagiert nicht so wie sich das so mancher Endverbraucher wünschen würde.

Eine kleine Entlastung könnte die abgesenkte Erneuerbare-Energie-Umlage mit sich bringen, die laut der Redaktion der Tagesschau in einem Drei-Personen-Haushalt im Jahr knapp 100 Euro sparen könnte. Allerdings kann diese Einsparung die hohen Einkaufspreise kaum wettmachen. Endverbraucher tun vor diesem Hintergrund gut daran, eine Alternativroute einzuschlagen, die zweierlei beinhaltet: Das aktive Energiesparen im Haushalt und die eigenständige Energieproduktion, im besten Fall sogar aus erneuerbaren Energien stammt.

Doppelt gut: Selbst erzeugen und direkt vermarkten

Wer die Idee verfolgt, eigenständig Energie zu produzieren, tut dies in erster Linie, um günstige Energie für den Eigenverbrauch zu produzieren. Doch was tun, wenn Energie „übrig“ bleibt? Dann kann genau diese Energie vermarktet werden. Über eine Strom-Direktvermarktung geht das so einfach, dass es für jede Privatperson umsetzbar ist. Hinter dem Prinzip der Strom-Direktvermarktung verbirgt sich das Prozedere, dass Strom aus Wasserkraft, Windenergie, Biogas und Solarenergie weiterverkauft wird. Um den Verkauf selbst kümmert sich der Direktvermarkter.

Das heißt für den Energieproduzent und Energieverbraucher: Er produziert Strom aus erneuerbaren Energiequellen und erhält dafür die Marktprämie vom Netzbetreiber sowie den Marktwert vom Direktvermarkter. Das EEG, hinter dem sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz verbirgt, sorgt dafür, dass die Energieproduzenten zumindest die EEG-Vergütung erhalten, auch wenn der Strompreis Achterbahn fährt. Doch für einige Anlagen ist die EEG-Förderung bereits passé.

Wurde die Anlage auf einer Fläche errichtet, die nicht den Förderrichtlinien entsprach oder fiel die Anlage aus anderen Gründen aus der EEG-Förderung, muss die Direktvermarktung übrigens nicht vom Tisch sein. Die sogenannte sonstige Direktvermarktung ermöglicht dann eine weitere Direktvermarktung, die zwar anders verbucht wird, sonst aber kaum Unterschiede zur klassischen Direktvermarktung hat. Bei Strom-Direktvermarktern, wie beispielswese Interconnector, gibt es Festpreisvergütungsmodelle, die laut Anbieter stabile Erlöse ermöglichen sollen. Interconnector bezeichnet sich selbst als „virtuelles Kraftwerk“ hinter dem eine namhafte Marke steht, nämlich die EnBW.

Zwischenfazit: Über das Konzept der Direktvermarktung werden Marktwert und Marktprämie um einen Mehrerlös aufgestockt. Wie hoch dieser ist, kann ein individuelles Angebot zeigen, das die Daten der Energiegewinnung berücksichtigt. Damit fußt die Idee Energie (und Geld) zu sparen, auf den Pfeilern selbst Energie zu erzeugen und Teile davon direkt zu vermarkten. Darüber hinaus lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Energiekosten, die an externe Dienstleister zu bezahlen sind.
 

Aktiv sparen, ohne Kosten zu verursachen – so geht’s!

Energie selbst zu produzieren spart Kosten und spült sogar noch den einen oder anderen Groschen aufs Konto. Damit ist die Hälfte der Mission, sich auf die steigenden Energiepreise einzustellen, bereits erledigt. Darüber hinaus gibt es allerdings kleine Kniffe, die dabei helfen, aktiv Kosten zu sparen – und zwar sogar ohne große Anschaffungen zu tätigen.

Wer beispielsweise Stromkosten sparen möchte, kann investieren, um beispielsweise mit einer Abschaltautomatik die Beleuchtungskosten zu senden oder Haushaltsgeräte kaufen, die eine sehr gute Energieeffizienzklasse haben. Doch diese Investitionen kosten zunächst Geld bis sie sich amortisieren. Um direkt auf die steigenden Stromkosten zu reagieren, helfen hingegen diese schnellen Kniffe:

  • Wer Tageslicht ins Haus lässt, spart sich Stromkosten. Das heißt ganz einfach, dass stark verdunkelnde Gardinen nach Möglichkeit zur Seite gezogen werden. Im besten Fall reicht dann das Tageslicht zur Beleuchtung der Innenräume.
  • Wer ad hoc Stromkosten sparen möchte, nimmt alle Geräte vom Netz, die nicht genutzt werden. Das sind beispielsweise Ladegeräte, die heimlich Strom fressen, aber auch der Trockner, der nur im Winter im Gebrauch ist, wenn die Sommersonne die Wäsche nicht mehr trocknen kann. Selbst der Bildschirmmonitor knappst Strom ab, wenn er dauerhaft an ist.
  • Wer beim Waschen sparen möchte, sollte nicht dem Mythos erliegen, dass es effizienter ist, eine halbe Maschine zu waschen. Selbst wenn das Gerät so modern ist, dass es eine entsprechende Spartaste hat, kostet es mehr Energie als die Wäschetrommel einfach zu füllen.
  • Auch beim Kochen lässt sich Geld sparen, beispielsweise mit der Wahl der geeigneten Töpfe, die auf die jeweilige Herdplatte passen, und mit einem Deckel, der das Nudelwasser viel schneller zum Kochen bringt – und damit letztlich auch wieder Strom spart.


Diese Erste-Hilfe-Sparmaßnahmen kosten wenig Geld und machen sich doch bezahlt. Wer hingegen investieren möchte, um längerfristig Geld zu sparen, kann dies über geeignete Dämmmaßnahmen erreichen oder die Heizung modernisieren. Tipp: Für viele Aktionen von Privatpersonen gibt es attraktive Zuschüsse und Fördermaßnahmen, so dass die Maßnahme an sich bereits günstiger wird und sich unterm Strich auch schneller amortisieren kann.

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