19.10.2018

Gastank statt Öltank

Gasheizung, Gastank, Flüssiggas, Heizungsanlage, erneuern, ersetzen, heizkosten sparen

Flüssiggasheizung mit Flüssiggastank: nicht selten die Variante mit den geringsten Modernisierungskosten

Den alten Öltank mit einem Flüssiggastank ersetzen? Das macht fast immer Sinn.

In Deutschland werden jedes Jahr tausende Ölheizungen durch Gasheizungen ersetzt. Doch was tun, wenn kein Erdgasanschluss in der Nähe ist oder dieser mehr als 4.000 € kostet? Viele Modernisierer denken dann schnell an Holzpellets oder eine Wärmepumpe. Einfacher und kostengünstiger ist jedoch der Flüssiggastank.

Flüssiggastank

Flüssiggastanks gibt es über 400.000 Stück in Deutschland. Diese gibt es in den Größen von 1,2 Tonnen bis 2,9 Tonnen Fassungsvermögen. Man kann diese oberirdisch oder unterirdisch verbauen. Daran wird ein Druckminderer angeschlossen und eine Gashauseinführung, wie man sie vom Erdgas kennt. Flüssiggastanks sind deutschlandweit genehmigungsfrei aufzustellen. Ob Flüssiggas oder Erdgas genutzt wird, erkennen die modernen Heizungen automatisch. Manchmal muss bei einem Wechsel von Flüssiggas auf Erdgas noch die Düse getauscht werden. Das kostet in der Regel unter 100 € und macht den Kunden flexibel, wenn doch mal eine Erdgasleitung in der Straße verlegt wird.

Vorteile gegenüber einer neuen Ölheizung

Der Preis für die Heizung liegt um die 6.000 € statt um die 8.000 € deutlich niedriger. Auch die jährliche Wartung ist circa 100 € günstiger. Zudem wird der Wechsel von Heizöl auf Flüssiggas vom Staat mit bis zu 15 % Förderung unterstützt, auch auf den Ausbau des alten Öltanks und den Einbau eines neuen Flüssiggastanks. Flüssiggas ist je Liter etwas günstiger - pro Kilowattstunde gesehen sind die beiden Energieträger aber etwa gleich teuer. Weniger Feinstaub und CO2 sowie die Möglichkeit künftig eine Brennstoffzellenheizung zuzubauen machen Flüssiggas auch zukunftssicher.

Vorteile der Flüssiggasheizung gegenüber der Wärmepumpe

Die Flüssiggasheizung ist deutlich günstiger. Selbst mit dem Gastank ist die gesamte Anlage häufig preiswerter. Meistens spart man hier einige tausend Euro. Zudem besteht die Möglichkeit den Flüssiggastank zu mieten, was die Anfangsinvestition nochmal günstiger macht. Die Kilowattstunde Flüssiggas kostet aktuell 7-8 Cent. Eine Kilowattstunde Strom dagegen rund 25 Cent. Gerade bei nicht voll isolierten Altbauten macht eine Flüssiggasheizung, die auch bei hohen Vorlauftemperaturen noch effizient arbeitet, Sinn.

Vorteile der Flüssiggasheizung gegenüber den Pellets

Auch hier ist die Flüssiggasheizung deutlich günstiger. Häufig kann man hier sogar an die 10.000 € sparen. Eine Flüssiggasheizung ist eine sehr ausgereifte Technologie, die selten mit Problemen zu kämpfen hat. Zudem muss man weder Asche entsorgen noch Pelletsäcke nachfüllen. Ein bisschen bequemer könnte man sagen. Hier muss der Modernisierer unbedingt rechnen wann sich die Mehrkosten der Holzpelletanlage gegenüber der Flüssiggasanlage rechnen. Derzeit liegt die Kilowattstunde für Holzpellets bei 4-5 Cent. Es kann also sein, dass sich die Holzpelletanlage im Vergleich zur Flüssiggasheizung nie rechnet.

Fazit: Flüssiggastank immer eine Alternative

Zumindest wenn keine Erdgasleitung vorhanden ist, sollte man den Heizungsbauer bitten ein Angebot für eine Flüssiggasheizung mit Flüssiggastank zu erstellen. Häufig macht die Heizung zwar den geringsten Umsatz bei Heizungsbauern, aber sorgt auch für die geringsten Kosten beim Modernisierer.

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