11.02.2021

Klimaschutz: Wie erneuerbare Energie den ökologischen Fußabdruck verkleinert

Details

Klimaschutz fängt im Haushalt an.

Der Klimawandel zwingt zum Umdenken. Klimaschutz ist zu einem der wichtigsten Ziele des gegenwärtigen Jahrtausends geworden und soll den ökologischen Fußabdruck des Einzelnen verkleinern. Möglich wird das unter anderem mit regenerativen Energiesystemen.

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Alle Menschen verbrauchen Ressourcen, produzieren Müll und verursachen Abgase. In welchem Maß, hängt von ihrem Lebensstil ab und bestimmt ihren ökologischen Fußabdruck. In die Berechnung fließen vier Einzelbereiche mit ein:

 

  • Mobilität
  • Konsum
  • Ernährung
  • Energie

 

Insgesamt 4,2 Hektar, also fast sechs Fußballfelder, beträgt der ökologische Fußabdruck eines Durchschnittsdeutschen. In Zeiten des Klimawandels ist eine Fläche wie diese kaum zu verantworten. Im Bereich Energie reduzieren schon kleinste Verhaltensanpassungen im Hinblick auf den Stromverbrauch oder das richtige Heizverhalten den Wert. Werden regenerative Energiesysteme genutzt, hat dies einen noch bedeutenderen Effekt.

So weit ist die deutsche Energiewende

Von Wärmedämmungen bis hin zu Modernisierungen der Heizung fördert die Bundesregierung seit Jahren Energieeffizienz. Besonders die Energiewende und der Umstieg auf grünen Strom sind im Zuge des Klimaplans wichtige Themen. Bis 2025 soll fast die Hälfte des bundesweiten Stromverbrauchs von erneuerbaren Energien gedeckt werden. Unter den alternativen Energiequellen konnten sich bisher vor allem Solar-, Wind- und Wasserkraft durchsetzen. Im Jahr 2019 wurden vom Bruttostromverbrauch.

  • 46,4 Milliarden Kilowattstunden durch Solaranlagen gedeckt.
  • 125,9 Milliarden Kilowattstunden durch Windkraftanlagen bereitgestellt.
  • 19,7 Milliarden Kilowattstunden in Form von Wasserkraft verbraucht.

 

Energie-Tipp:

Wer in Kombination mit Solar-, Wind- oder Wasserenergie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe betreibt, spart besonders viel CO2-Emissionen ein. Zugleich punktet das regenerative Heizsystem mit hoher Wirtschaftlichkeit und verursacht klug kombiniert kaum betriebsgebundene Kosten. Über das Prinzip der Umweltwärme wurden 2019 16 Milliarden Kilowattstunden Heizenergie erzeugt.

Wie viel CO2 können Privatverbraucher im Energiebereich sparen?

Solaranlage und Wärmepumpen zählen zu den Systemen, die sich für Privathaushalte am ehesten anbieten. Mit einer durchschnittlichen Photovoltaik (3.000 Kilowattstunden pro Jahr) reduzieren Verbraucher ihre CO2-Emissionen jährlich um 2.400 Kilogramm. Wärmepumpen erzeugen im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen sogar 2.620 Kilogramm weniger CO2 pro Jahr. Der ökologische Fußabdruck im Energiebereich reduziert sich durch den Einsatz der beiden Systeme erheblich. Insgesamt hat die Bundesrepublik durch den Einsatz erneuerbarer Energie 2019 über 200 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Ein wertvoller Schritt hin zur Klimaneutralität. Spätestens bis 2050 soll Deutschland klimaneutral sein, also ohne Kohle, Erdgas und Erdöl auskommen. Als Zwischenziel sollen die Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mehr als die Hälfte sinken.

Klimaneutrales Deutschland bis 2050

In der Studie “Klimaneutrales Deutschland haben Prognos, das Öko-Institut und das Wuppertal Institut ausgeführt, wie sich die Klimaschutz--Ziele erreichen lassen könnten. Ein Teilbereich der Ausarbeitung bezieht sich auf den Gebäudesektor. CO2-Emissionen entstehen hier vor allem bei der Wärmeerzeugung. Gegenüber 2018 müsste sich der Wärmeverbrauch (Raumwärme und Warmwasser) laut der Studie um über 35 Prozent reduzieren. Möglich wäre dies durch Schritte wie Sanierungen. Die noch benötigte Wärme müsste weitestgehend CO2-neutral erzeugt werden. So beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen. Aus der bundesweit bisher genutzten Million müssten laut der Studie bis 2050 14 Millionen Wärmepumpen werden. Der ökologische Fußabdruck von Privatverbrauchern fällt verglichen mit der Industrie relativ klein aus. Trotzdem wird es ohne den Beitrag des Einzelnen kein klimaneutrales Deutschland geben. Den eigenen ökologischen Fußabdruck im Alltag mit allen Mitteln zu reduzieren, ist daher umso wichtiger.

 

 

 

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