17.06.2020

Luftfeuchtigkeit anpassen - Mit diesen Tipps klappt's auch ohne Gerät

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Je nach Raum werden unterschiedliche Luftfeuchtigkeitswerte empfohlen

Das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden ist auf viele Faktoren zurückzuführen. Während beispielsweise unangenehme Temperaturen schnell bemerkt werden, ist die Luftfeuchtigkeit oft ein schwierigeres Unterfangen. Oft dauert es bis zur ersten Schweißbildung bis über Veränderungen nachgedacht werden. Mit den richtigen Tipps kann jedoch effektiv gegen dieses Problem vorgegangen werden.

Darum ist die Luftfeuchtigkeit wichtig

Schlechte Luftfeuchtigkeit ist kein eindimensionales Problem. Zu hohe und auch zu niedrige Werte können sich negativ auswirken. Bei geringen Werten besteht zwar eine deutlich geringere Gefahr der Schimmelbildung, jedoch wird die menschliche Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen. Es bildet sich Trockenheit in den Schleimhäuten und haben Atemwegserkrankungen wie Husten oder Schnupfen zur Folge. Aufgrund der dafür idealen Verhältnisse erhöht sich mit der Lebensdauer von Viren auch die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Ansteckung.

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt, wie bereits erwähnt, die Entstehung von Schimmel. Besonders jene Räume, in welchen Wasser regelmäßig zum Einsatz kommt, besteht die Gefahr einer solchen Veränderung. Sind Badezimmer, Küche oder Trockenräume auch noch mit Baumängel befallen, wird der Effekt zusätzlich gefördert.

Tipps zur Anpassung der Luftfeuchtigkeit

Muss die Luftfeuchtigkeit korrigiert werden, sind verschiedene Ansätze möglich. Fehlt jedoch das Budget für eine Lüftungsanlage oder ein Gerät zur Befeuchtung können trotzdem angenehme Verhältnisse geschaffen werden.

Zur Senkung der Luftfeuchtigkeit sind folgende Schritte zu empfehlen:

  • Korrektes Fenster Öffnen ist eine relativ unkomplizierte Lösung. Eine drei bis vier Mal pro Tag durchgeführte Stoßlüftung kann relativ schnell für angenehme Verhältnisse sorgen. Die Bedingungen der Jahreszeit spielen bei der Dauer eine große Rolle. Während im Winter bereits 5 Minuten ausreichen können, ist im Falle von sommerlichen Temperaturen der fünffachen Wert zu empfehlen. Im Frühling und Herbst sind dafür 10-15 Minuten die passenden Richtwerte. Laut Sachkundigen der Website luftking.de kommt es auch darauf an, wo gerade gelüftet wird: “Ein anderer Faktor, der die Dauer des Lüftens beeinflusst, ist zum Beispiel die Größe des Raums. In kleineren Zimmern erfolgt ein Luftaustausch relativ schnell, während es in größeren Räumen länger dauert, bis die Luft vollständig ausgetauscht wurde.”.
  • Spezielle Lebensmittel sind in der Lage, Flüssigkeiten aus der Luft aufzunehmen. Schüsseln mit Salz und Reis sind hier besonders sinnvolle Lösungen. Aufgrund der resultierenden Verklumpung sollte jedoch ein regelmäßiger Tausch erfolgen.
  • Kalte Duschen fördern das Immunsystem und senken dabei auch die Luftfeuchtigkeit. Auch auf allzu lange Aufenthalte sollte jedoch verzichtet werden.
  • Wird es Zeit zum Wäschewaschen, können systematische Anpassungen eine niedrigere Luftfeuchtigkeit bewirken. Trockner und Waschmaschine sollten sich nicht im selben Raum befinden

 

“Do-It-Yourself”-Ansätze bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit:

  • Anstelle von Salz oder Reis müssen aufgestellte Schüsseln mit Wasser befüllt werden. Der Verdunstungseffekt trägt zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei.
  • Als Alternative zur Wasserschale sind auch Zimmerpflanzen zu empfehlen. Regelmäßigen Gießen resultiert in mehr abgegebener Feuchtigkeit in den Wohnräumen.
  • Nach dem Waschvorgang kann das Trocknen ruhig in den geschlossenen vier Wänden durchgeführt werden. Durch die dadurch ausgelöste Verdunstung entstehen zumindest kurzfristig höhere Werte.
  • Gebildeter Wasserdampf ist in diesem Zusammenhang sehr förderlich. Nach langem Duschen und heißem Kochen dürfen die Fenster geschlossen bleiben.

Die idealen Feuchtigkeitswerte

Der ideale, anzustrebende Wert ist nicht für alle Räume gleich. Der Nutzungszweck spielt dabei eine wesentliche Rolle. Da beispielsweise im Badezimmer Wärme sinnvoll ist, liegt eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 70 Prozent im Bereich des Möglichen. Ebenso wie im Schlafzimmer sind auch in der Küche etwa halb so hohe Werte ideal. Zur regelmäßigen Überprüfung der Werte dient der Einsatz eines Hygrometers.

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