29.05.2020

Neue Heizung 2020: Austauschpflicht nach EnEV und Verbot von Ölheizungen

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Jede moderne Heizung kann mit Solarthermie nachgerüstet werden: sogenannte "erneuerbare Energien Hybridheizung" und "Gas Hybridheizungen"

25 % der Öl- und Gaskessel in Deutschland sind älter als 25 Jahre und innerhalb der nächsten fünf Jahre von der Austauschpflicht betroffen. Wer nicht bis zum letzten Moment wartet, kann abhängig vom neuen Heizsystem mit Zuschüssen von 40 bis 45 Prozent rechnen!

Welche rechtlichen Grundlagen gelten?

Die Heizungs-Austauschpflicht ab 2020 ist im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgeschrieben Das Dokument vereint das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), um das deutsche Energiesparrecht deutlich zu vereinfachen. Die entsprechende Nachrüstpflicht ist dabei in § 72 zu finden.

Welche Heizungen sind aktuell (Stand 2020) betroffen?

Alle Heizkessel mit einer Leistung von 4 bis 400 Kilowatt, die:

  • Heizöl-, Erd- oder Flüssiggas verbrennen
  • vor über 30 Jahren eingebaut wurden 
  • nicht auf Nieder- oder Brennwerttechnik basieren

Wie erkenne ich, ob meine Heizung betroffen ist?

  • Betroffene Konstanttemperaturkessel wurden noch bis in die 80er Jahre in Betrieb genommen und sind daran zu erkennen, dass sie das ganze Jahr über mit gleich hohen Heizwassertemperaturen laufen. Bei neueren Niedertemperaturgeräten kann die Vorlauftemperatur beliebig nach oben oder unten geregelt werden.
  • Das Alter ist in der Regel auf dem Typenschild abzulesen. Ersatzweise helfen alte Rechnungen, Produktunterlagen, Datenblätter oder Dokumente der Schornsteinfeger weiter.
  • Die nicht betroffenen Brennwertkessel sind darüber hinaus auch am Abwasseranschluss zu erkennen

Welche Alternativen gibt es?

Neu ist gut, erneuerbar ist besser, daher empfehlen wir:

  • Solarthermie 
  • Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride)
  • Biomasse-Heizung (z.B. Holz-Pellets oder Hackschnitzel)
  • Wärmepumpe (thermische Energie aus Luft, Erde oder Wasser)

Welche Förderungen gibt es?

Für den Austausch einer Gasheizung gegen eine erneuerbare Energieform erhalten Sie bis zu 35 Prozent Förderung. Das Ende einer Ölheizung wird mit 45 Prozent der Kosten gefördert. Förderanträge werden vor Beauftragung eines Fachbetriebes online über die BAFA- Webseite gestellt.

Verbot von Ölheizungen - welche Regelungen gelten?

Mit dem Klimapaket hat sich die Bundesregierung auch auf ein baldiges Verbot von Ölheizungen geeinigt. Dieses betrifft den Einbau neuer Kessel und ist damit keine Heizungs-Austauschpflicht. Wer ab 2020 einen neuen Wärmeerzeuger installieren lassen muss, sollte allerdings einen Wechsel des Energieträgers in Betracht ziehen. Denn mit dem Ölheizungsverbot könnte der Wert ölbeheizter Gebäude ab 2026 sinken.

 

Ein weiterer Austauschgrund: Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es seit 2020 eine hohe Austauschprämie für alte Ölheizungen. Diese ist abhängig vom neuen Heizsystem mit Zuschüssen von 40 bis 45 Prozent verbunden und nur dann erhältlich, wenn die bestehende Anlage noch nicht von der Austauschpflicht betroffen ist. Wer zu lange wartet, verschenkt also also hohe staatliche Zuschüsse!

Das Verbot von Ölheizungen wurde bereits in das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingearbeitet und soll ab 2026 gelten. Es ist unter § 72 „Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen“ zu finden.

 

 

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