18.12.2020

So lässt sich beim Wohnen Energie sparen

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Dichte Fenster, durch die es nicht zieht wie Hechtsuppe, sind wichtig für eine gute Heizbilanz

Wer heute eine neue Wohnung sucht, muss nicht nur auf die Lage oder die Quadratmeterzahl achten. Immer wichtiger wird nämlich auch die Frage: Welche Nebenkosten fallen in dem neuen Domizil an?

Aus gutem Grund werden diese Betriebskosten heute vielfach als zweite Miete bezeichnet. Zurzeit stellen sich zudem viele Arbeitnehmer die Frage, wie sehr die Nebenkosten durch Homeoffice weiter steigen.

 

Wer also umziehen möchte, tut gut daran, die Wohnung auch unter Gesichtspunkten des Energiesparens auszuwählen: Wie dicht sind Fenster und Türen? Wie gut ist das Mauerwerk isoliert und mit welchem Energieträger funktionieren Heizung und Warmwasser? Diese Fragen vorab zu klären, kann bares Geld sparen. Der Energiekonzern Vattenfall gibt dazu praktische Tipps auf seiner Homepage. Die Nebenkosten teilen sich dabei in ganz unterschiedliche Positionen auf. Die einzelnen Posten hat das Portal Mineko zusammengefasst.

 

Doch natürlich ist Energiesparen nicht nur dann wichtig, wenn man zur Miete wohnt, sondern auch im Eigenheim. Hausbesitzer sollten dabei auch über langfristige Maßnahmen wie etwa die nachträgliche Wärmedämmung nachdenken. Denn die senkt nicht nur den Energieverbrauch, sondern ist zudem eine Wertsteigerung für die Immobilie.

Kleine Maßnahmen große Wirkung

Neben großen baulichen Maßnahmen ist es aber auch ein Bündel an kleinen Dingen, die dabei helfen, die Betriebskosten zu drücken. Dazu gehört das richtige Lüften. Wer dazu nur seine Fenster auf kipp stellt, verschenkt bares Geld: Dadurch, dass man mit dieser Methode länger lüften muss, werden nämlich die Wände kalt und die Heizung braucht länger, um den Raum wieder aufzuheizen. Deshalb empfehlen Experten das sogenannte Stoßlüften, bei dem alle Fenster und Türen für eine Zeit von rund fünf Minuten sperrangelweit offenstehen, sodass Durchzug entsteht. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, die Zimmer werden danach ganz fix wieder warm.

 

Auch rund ums Heizen selbst gibt es zahlreiche gute Tipps. Dazu gehört nicht zuletzt auch, das Thermostat so einzustellen, dass man es zwar warm hat, aber trotzdem keine Energie verschwendet. Als Faustregel für die einzelnen Räume gelten dabei folgende Zahlen: Wohnzimmer und Bad zwischen 20 und 23 Grad, Küche 18 bis 20 Grad, Schlafzimmer 17 bis 20 Grad, WC 16 bis 19 Grad und Flur 15 bis 18 Grad.

 

Wer am Morgen einen Raum betritt, in dem es aufgrund der Nachtabsenkung noch frisch ist, sollte übrigens nicht die Heizung voll aufdrehen. Es ist ein Irrglaube, dass der Raum dadurch schneller warm wird. Die Kennzahlen an der Heizung sagen nämlich lediglich aus, wie hoch die Temperatur in einem Zimmer sein wird – und nicht, wie schnell es aufheizt. Generell sollten die Stufen am Thermostat so eingestellt sein, dass er im Wohnraum auf circa. 3 steht, im Bad auf Stufe 3,5 und in der Küche auf 2,5. Sofern man es nicht bevorzugt, ohne Heizung zu schlafen, sollte die Heizung im Schlafzimmer auf 2 gestellt werden. Jedes Grad, dass man am Thermostat runterdreht, spart übrigens sechs Prozent Energie.

 

Ebenfalls wichtig für eine gute Heiz-Bilanz ist es, Türen und Fenster so dicht wie möglich zu halten. Hierbei können selbstklebende Dichtungsbänder helfen, die man ganz leicht selbst anbringen kann. Wer nur kleine, undichte Spalten abdichten muss, kann zum Schaumstoffband greifen. Dieses jedoch verliert schnell an Elastizität und hält deshalb bisweilen nur eine Saison. Wer langfristig plant, setzt dagegen auf Dichtungsbänder aus Silikon. Diese dichten nicht nur zuverlässig, sie halten auch bis zu 15 Jahre. Darüber hinaus sind sie transparent, passen also zu ganz verschiedenen Fensterfarben. Auch dicke Vorhänge vor den Fenstern bringen einige Energieersparnis mit sich – sofern sie oberhalb des Heizkörpers enden. Denn dieser sollte weder durch Stores noch durch Möbelstücke verdeckt werden.

 

Auch wenn das Heizen den größten Posten der Nebenkosten darstellt, sollte man auch anderen Verbrauch auf den Prüfstand stellen. Dazu gehört beispielsweise der Wasserverbrauch. Hier gibt es zahlreiche clevere und leicht umsetzbare Tipps, die dabei helfen, den Verbrauch an Trinkwasser zu senken. Das Gleiche gilt auch für den Stromverbrauch. Auch hier muss man schlussendlich nur einige Gewohnheiten ändern. Dazu gehört es zum Beispiel, auf LED-Lampen umzurüsten. Denn die verbrauchen deutlich weniger Strom als Energiesparlampen oder Halogenleuchten. Auch auf den Stand-by-Modus bei elektronischen Geräten wie dem Fernseher sollte man verzichten. Bei einem Durchschnittshaushalt von drei Personen macht die Stand-by-Funktion nämlich zehn bis 20 Prozent der Stromrechnung aus. Wer gerade renovieren möchte, sollte bei der Farbauswahl ebenfalls nach Energie-Kriterien handeln: Helle Farben reflektieren das Licht besser als dunkle, die Helligkeit nahezu schlucken. Dieses Prinzip gilt übrigens auch für Lampenschirme.

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