21.10.2022

Was kann die Wärmepumpe?

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Eine Wärmepumpe kann den Boden nach Wärme anzapfen.

Immer mehr Neubauten werden mit einer sogenannten Wärmepumpe als Heizungsart ausgestattet. Diese Heizmethode ist sehr energieeffizient und dabei gleichzeitig umweltfreundlich, da die Wärmeenergie unmittelbar aus der Umgebung gewonnen wird. Doch was macht eine Wärmepumpe genau und wie leistungsstark ist sie wirklich? In diesem Artikel erfahren Sie es.

Was ist eine Wärmepumpe?

Bei der Wärmepumpe handelt es sich um eine eigenständige Heizung, die wie ein "umgekehrter Kühlschrank" funktioniert. Das Kühlmittel, das sich in der Pumpe befindet, entzieht dem jeweiligen Medium (Wasser, Luft oder Erde) indem sie sich befindet, Wärme und verstärkt diese mit Hilfe eines Kompressors. Die so gewonnene Wärmeenergie wird anschließend an einen Heizkörper abgegeben. Die Pumpe selbst wird dabei zwar mit Strom angetrieben, allerdings besteht die Wärme, die auf diese Weise gewonnen wird, nur zu 25 % aus elektrischer Energie. Wenn Sie den Strom für den Betrieb der Pumpe von einem Öko-Anbieter beziehen, heizen Sie auf diese Weise nahezu zu 100 % CO2 neutral.

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 4 verschiedenen Arten von Wärmepumpen:


  • Luft-Luft-Wärmepumpe: Diese Pumpe nutzt die Wärmeenergie der Abluft, um die frische Luft aufzuheizen. Daher kann sie nur in Kombination mit einer Lüftungsanlage verwendet werden. Sie wird hauptsächlich in Passivhäusern eingesetzt, die keinen sehr hohen Energieverbrauch haben.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Das Heizsystem erhält Wärmeenergie, die zuvor der Umgebungsluft entzogen wurde. Diese Wärmepumpen sind besonders schnell und kostengünstig. Die Installation ist nicht besonders kompliziert und erfordert auch keine zusätzliche Genehmigung. Allerdings sind die Geräte sehr stark von der Außentemperatur abhängig. Ist diese zu niedrig, können sie nicht genügend Energie für die Heizung aus eigener Kraft generieren.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe: Bei dieser Methode befindet sich die Pumpe im Erdreich und entzieht diesem die Wärmeenergie. Deshalb wird sie auch als Erd-Wärmepumpe bezeichnet. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Modelle bezüglich ihrer Energieeffizienz. Die Erde ist bekanntlich umso wärmer, je tiefer man sich befindet, daher gibt es spezielle Erdwärmesonden, die bis zu 100 m tief eingesetzt werden können. Andere Pumpen befinden sich hingegen knapp unterhalb der Frostgrenze (0,5m -1m tief) in der Erde. Daher benötigen sie eine entsprechend größere Oberfläche, um genügend Wärme generieren zu können.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Hierfür wird ein Grundwasser-Reservoir als Wärmequelle für die Pumpe genutzt. Da die Temperatur des Grundwassers fast das gesamte Jahr hindurch konstant bleibt, ist dieses Heizsystem sehr effizient.

Welche Vorteile hat eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind sehr energieeffizient und vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Sie schonen das Klima, da sie die Wärmeenergie im Vergleich zu anderen Heizungsarten nahezu CO2-neutral erzeugen. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich die Effizienz außerdem zusätzlich erhöhen und weitere Funktionen einrichten. Beispielsweise kann eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage und einer Fußbodenheizung kombiniert werden, um weitere Energiekosten einzusparen. Auf Wunsch fungiert die Wärmepumpe auch als Klimaanlage, um die eigenen Wohnräume im Sommer zu kühlen. Hierfür benötigen Sie jedoch ein Modell, das über die entsprechende Ausstattung verfügt.

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