29.09.2022

Was spricht für eine Kombination aus Pelletheizung und Solarthermieanlage?

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Eine Pelletheizung lässt sich gut mit Solarthermie kombinieren

Aufgrund der immer weiter ansteigenden Kosten für fossile und konventionelle Energiequellen wie Gas und Öl werden erneuerbare Energien auch für private Haushalte immer attraktiver.

Eine effektive und umweltfreundliche Möglichkeit für das Eigenheim bietet an dieser Stelle die Kombination aus Holzpellets und Solarthermieanlage. Während in den sonnenreichen Sommermonaten die Solarthermieanlage die Erhitzung des warmen Wassers erledigt, übernimmt in den Wintermonaten die Pelletheizung das Heizen. Im Frühling und Herbst ergänzen sich beide Anlagen gegenseitig. Durch eine automatische Schalteinrichtung in der Pelletheizung wird diese nur aktiv, wenn die Solaranlage alleine nicht ausreichend Energie liefert. Zusätzlich hilft ein sogenannter Pufferspeicher dabei, die Differenz zwischen erzeugter und verbrauchter Wärmeenergie effizient auszugleichen. Eine Investition in die Anschaffung beider Anlagen zusammen ermöglicht es Ihnen also nicht nur Ihren Haushalt ein ganzes Stück weit umweltfreundlicher zu gestalten, sondern auch noch langfristig viel Geld für Energie einzusparen.

Was kostet diese Form der Wärmeenergie?

Der Kauf und die Installation einer Pelletheizung mit Pufferspeicher liegt ungefähr, je nach Haus und Anlage, bei 18.000 bis 22.000 Euro. Eine Solarthermieanlage liegt preislich im Bereich von 6.000 bis 8.000 Euro, womit insgesamt Kosten von 24.000 bis 30.000 Euro zu erwarten sind. Das mag auf den ersten Blick zwar sehr teuer klingen, durch staatliche Zuschüsse und Förderungen lassen sich aber bis zu einem Drittel der Kosten einsparen. Statistiken zeigen außerdem, dass die Kombination aus Holzpellets und Solarthermieanlage jährlich zwischen 1.000 und 1.500 Euro an Heizkosten für fossile Brennstoffe einspart. Langfristig gesehen rentiert sich die Investition in erneuerbare Wärmeenergie für das Eigenheim also bereits nach einigen Jahren.

Die Holzpellets im Detail

Ein wichtiges Argument für eine Pelletheizung sind die niedrigeren Kosten für den Brennstoff, die Holzpellets. Sie sind weniger stark von Preisschwankungen betroffen und zudem unabhängig von den Preisen der fossilen Brennstoffe wie Gas oder Erdöl. Wer besonders günstig heizen möchte, legt sich bereits im Frühjahr oder Sommer, wenn die Preise am niedrigsten sind, einen ausreichend großen Jahresvorrat an. Trocken gelagert behalten die Holzpellets auch über Jahre hinweg ihre volle Qualität und Leistung. Die Pellets verbrennen im Ofen nahezu rückstandslos und können einen Wirkungsgrad von bis zu 90 % erreichen. Bei der Verbrennung werden keine unangenehmen Gerüche frei, die im Haus stören könnten und auch Schadstoffe werden durch die Heizung kaum ausgestoßen. Dadurch, dass die Pellets für gewöhnlich aus Holzresten hergestellt werden, müssen auch keine neuen Bäume gefällt werden, was die Umweltverträglichkeit zusätzlich erhöht.

Worauf sollte beim Kauf der Pellets geachtet werden?

Es gibt mehrere Qualitätsmerkmale von besonders guten Holzpellets. Der Brennwert trifft eine Aussage darüber, wie viel Wärmeausbeute mit den Pellets erzielt werden kann. Je höher dieser Wert ist, desto qualitativer sind die Holzpellets. Angegeben wird der Brennwert in MJ/kg. Das zweite Merkmal ist der sogenannte Feinanteil. Er gibt an, wie groß der Anteil an Partikeln und Pelletstaub im fertigen Produkt ist. Dieser Feinanteil liefert als unerwünschtes Nebenprodukt der Herstellung so gut wie keinen Wärmeertrag und sollte bei ordentlichen Pellets nicht über einem Prozent liegen. Das letzte Merkmal ist die Farbe. Sie ist zwar kein grundsätzliches Qualitätsmerkmal, entgegen der allgemein häufig vertretenen Meinung sind hellere Pellets jedoch nicht effektiver. Im Gegenteil: Häufig sind die dunkleren Kiefernholzpellets sogar ein kleines Stück weit ergiebiger.

Voraussetzungen für eine Kombination aus Holzpellets und Solarthermieanlage

Ein Holzpelletofen zum Heizen ist an keine baulichen Voraussetzungen gebunden. Selbstverständlich sollte das betreffende Gebäude vernünftig gedämmt sein, um effizient zu heizen. Anders sieht das für die Solarthermieanlage aus. Nicht jedes Haus eignet sich für die Installation von einer Solarthermieanlage. Entweder aus Platzgründen oder aufgrund der Statik des Gebäudes beispielsweise, kann hin und wieder etwas gegen die Anschaffung sprechen. Eine genaue vorherige Planung mit einem Experten ist deswegen grundsätzlich empfehlenswert.

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